Zwischen Camping- und Wohnmobilplatz

18 Planer wetteifern bei Neugestaltung des Fuldaufers in Rotenburg

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Malerisch und ausbaufähig für den Tourismus: Das Fuldaufer in Rotenburg soll zwischen Campingplatz und Wohnmobilistenplatz beidseitig neu gestaltet werden.

Wie soll das Fuldaufer in Rotenburg künftig aussehen? Ein Wettbewerb zwischen 18 Planungsbüros soll die besten Ideen herausfiltern. 

Es geht um eine planerische Herausforderung: Wie soll das Fuldaufer zwischen Campingplatz und Stellplatz für Wohnmobilisten in Rotenburg künftig aussehen? Wie können Wege und Flächen möglichst attraktiv gestaltet werden? 22 Planungsbüros aus ganz Deutschland wollen dazu im Wettbewerb ihre Ideen vorstellen, 18 werden nach einem Losentscheid dazu zugelassen. Das erklärte Torben Schäfer, der Geschäftsführer der Marketing- und Entwicklungsgesellschaft MER.

Die Gestaltung des Fulda-ufers ist Teil des Stadtumbaus. Eigentlich sollte der aktuelle Stand der Stadtumbauprojekte am kommenden Samstag, dem „Tag der Städtebauförderung“, der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert werden. Doch das Coronavirus hat auch diese Veranstaltung gestoppt. Stattdessen bekommen die Rotenburger am Samstag einen Flyer in ihre Briefkästen mit aktuellen Informationen.

Ganz besonders wichtig: Dem Flyer ist ein kurzer Fragebogen angeheftet, in dem sich alle Rotenburger zur Gestaltung des Fuldaufers äußern können, sogar sollten. Denn Bürgerbeteiligung ist ein wichtiger Bestandteil des Stadtumbaus. Die Fragebögen können in die Briefkästen des Rathauses, der MER an der Brückengasse und der Tourist-Information am Marktplatz eingeworfen werden. Man kann die Fragen auch per Mail beantworten und an info@mer-rotenburg.de schicken.

Rückmeldung bis 24. Mai: Der Fragebogen zum Fuldaufer wird am kommenden Samstag verteilt.

Noch in dieser Woche findet die Auslosung der Wettbewerbsteilnehmer statt. „Es sind bekannte und große Büros darunter“, so Torben Schäfer. „Offenbar haben auch die etablierten Büros durch die Auswirkungen des Coronavirus Kapazitäten frei.“ Mitte September soll der Sieger feststehen. Zur Jury gehören neben Bürgermeister Christian Grunwald und jeweils einem Vertreter der im Stadtparlament vertretenen Fraktionen vor allem Fachleute aus den Bereichen Stadt- und Landschaftsplanung, etwa Professoren. Die Denkmalpflege und das Wasserschifffahrtsamt sind beratend vertreten. Die Beiträge werden anonymisiert, sodass die Jury nicht weiß, wer die Pläne entworfen hat. Baubeginn soll 2022 sein.

So steht es um die anderen Projekte des Stadtumbaus

Auch die anderen Stadtumbauprojekte werden vorangetrieben.

  • Marktplatz 3: Der Abrissantrag für den hinteren Anbau des Hauses wurde gestellt. Das Raumkonzept für das Hauptgebäude mit Anbau steht, nachträglich eingebaute Gebäudeteile wurden inzwischen zurückgebaut.
  • Schlosspark: Noch 2020 soll ein Lichtkonzept für den Alten und den Neuen Schlosspark entwickelt werden. Geplant werden soll noch in diesem Jahr die Sanierung und Gestaltung des Weges direkt an der Fulda vom Schlosspark zur grünen Brücke. Der Weg führt an Birken entlang, deren Wurzeln den Asphalt hochdrücken.
  • Steinweg: Hier wird gerade über das Pflaster entschieden, mit dem das taktile Band des „Blauen Pfads“ gestaltet werden soll. Der Blaue Pfad ist die Wegeverbindung von der Straße Zwickel zum Marktplatz, zu der auch der Steinweg gehört.
  • Breitenstraße: Deren Umgestaltung soll in diesem Jahr angeschoben werden. Genannt werden zum Beispiel ein neuer Belag mit flachen Kanten für mehr Barrierefreiheit, Parkflächen, Radstellplätze, Erweiterung der Gastronomie, eine Bauminsel und ein Übergang zum Marktplatz ohne Ampel.

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