Stadt will Verbot durchsetzen

Poller in der Rotenburger Weingasse stoppen Autofahrer auf dem Weg zum Marktplatz

Die Durchfahrt von der Weingasse auf den Marktplatz war schon seit Langem für Autos verboten. Jetzt sorgen die drei weiß-roten Poller in der Bildmitte dafür, dass Autofahrer das Verbot auch einhalten.
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Die Durchfahrt von der Weingasse auf den Marktplatz war schon seit Langem für Autos verboten. Jetzt sorgen Poller dafür, dass Autofahrer das Verbot auch einhalten. 40 Meter vor den Pollern geht die Quergasse ab, die Autofahrer nutzen können.

Drei weiß-rote Poller versperren seit Kurzem in Rotenburg die Zufahrt von der Weingasse auf den Marktplatz. Die Stadt will so den autofreien Marktplatz durchsetzen.

Rotenburg - So mancher Autofahrer steht am Ende der Weingasse in Rotenburg plötzlich da wie der Ochs vorm Scheunentor. Drei weiß-rote Poller versperren dort seit Kurzem die Zufahrt auf den Marktplatz. Da hilft nur eins: Rückwärtsgang rein und gut 40 Meter zurück manövrieren bis zum Abzweig Quergasse.

Ein Grund, an die Decke zu gehen, ist das allerdings nicht. Die Zufahrt zu diesem Abschnitt der Weingasse ist schon seit ewigen Zeiten für den normalen Verkehr gesperrt.„Theoretisch war der Marktplatz schon immer autofrei. Da haben sich nur viele Autofahrer einfach nicht dran gehalten“, sagt Ulf George, Leiter der Straßenverkehrsbehörde der Stadt. Die Zufahrt zum Marktplatz über die Weingasse war schon in den vergangenen Jahren lediglich dem Lieferverkehr gestattet. Seit dort an der Ecke auch die Elektro-Tankstelle für Autos installiert ist, war auch diesen der Weg dorthin über die Weingasse gestattet.

Für alle anderen ist die Zufahrt auf den Marktplatz aber seit Langem tabu. „Wer aus dem Haupteingang der Stadtverwaltung herauskam, musste aufpassen, dass er nicht von einem Auto überfahren wurde“, berichtet George.

Marktplatz soll ab 2021 umgestaltet werden

Auch Bürger, die ein Päuschen auf den Bänken des Marktplatzes einlegten, mussten sich mit Autofahrerin herumärgern, die dort nichts zu suchen hatten.

Jetzt stoppen die drei Poller die unbelehrbaren Autofahrer am Ende der Weingasse. Ab dem kommenden Jahr soll der Marktplatz dann tatsächlich autofrei sein. Die drei Poller sind ein Schritt in diese Richtung. Die gleiche Art Poller versperrt seit Langem die Zufahrt von der Breitenstraße auf den Marktplatz.

Der Marktplatz muss allerdings 2021 auch autofrei sein, denn er soll umgestaltet werden – in eine Fläche, die stärker als bisher zum Verweilen einlädt. Vor dem Rathaus wird ein Wasserspiel entstehen, ein Fontänen-Feld. „Außerdem werden – wahrscheinlich schon in diesem Jahr – auf dem Marktplatz Spielgeräte aufgestellt“, betont George. Auch die gastronomischen Angebote sollen erweitert werden. Elektro-Fahrzeuge können zurzeit von der Taubengasse oder der Webergasse über den Marktplatz zur Elektro-Tankstelle kommen.

Für den Lieferverkehr bleibt auch der Weg über die Taubengasse

George ist sich sicher, dass sich auch der Lieferverkehr sehr schnell auf die neue Situation in der Weingasse einstellen wird. So sind die Poller mit einem Dreikantschlüssel einfach zu entfernen. Die Transporter könnten aber zum Beispiel auch in diesen zweiten Abschnitt der Weingasse hineinfahren und dann rückwärts wieder hinaus. Die Mitarbeiter könnten notfalls auch die 30 oder 40 Meter laufen, oder ihre Fracht über die Taubengasse liefern.

Auf dem Marktplatz also stehen große Veränderungen an. Auch die Elektro-Tankstelle für Autos soll verlegt werden. Die Stadt sucht noch nach einem geeigneten Standort. Am bisherigen Standort auf dem Marktplatz soll es in Zukunft nur noch eine Elektro-Tankstelle für Fahrräder geben.

Veränderungen stehen ebenso für die Taubengasse an. Welche, das muss noch geklärt werden. Möglicherweise wird auch sie zur Einbahnstraße. „Oder wir schaffen auch hier Fakten mit Pollern“, sagt Straßenverkehrsbehördenleiter Ulf George. Dann wäre auch von dort die Zufahrt zum Marktplatz definitiv dicht. (René Dupont)

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