Vier ausverkaufte Konzerte

„Pop Drops“ begeistern Publikum: 1200 Besucher in Rotenburger Jakobikirche 

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Ein echtes Klangspektakel lieferten die über 100 Mitwirkenden in der Rotenburger Jakobikirche ab – dirigiert von Eva Gerlach-Kling (Bildmitte). 

Das hätte sich die Band Trio in den 80er-Jahren nie träumen lassen: Eines Tages wird „Da Da Da“ erfrischend anders interpretiert.

Und zwar von einem großen Chor und einer tollen Band, die dem skurrilen Lied mit einem kräftigen Schuss Salsa und Samba neue Seiten abgewinnen. Genau das geschah am Samstag beim umjubelten Konzert des Projekts „Pop Drops“ unter der Leitung von Eva Gerlach-Kling und Stefan Kling in der Jakobikirche in Rotenburg.

Bei diesem Projekt kleideten rund 100 Mitwirkende berühmte Songs aus 60 Jahren Popgeschichte in neue Klanggewänder. Das war absolut überzeugend und ein voller Publikumserfolg. Am Freitag und am Sonntag gab es weitere Konzerte – alle vier waren restlos ausverkauft. So erlebten insgesamt 1200 Besucher ein durch Kreativität, Engagement und Können beflügeltes Musikereignis.

Die neuen Arrangements stammten aus der Feder von Stefan Kling, der außerdem als Keyboarder die international besetzte Band L’art de Passage leitete. Der experimentierfreudige Musiker hat die Songs mit viel Fantasie bearbeitet und ihnen einen raffiniert aufgefächerten Chorklang gegeben. 

Nach intensiver Probenarbeit gelang der Großen Kantorei Rotenburg und der Rotenburger Jugendkantorei eine starke Leistung – das Pop-Genre stellt ja hohe Anforderungen in Rhythmus und Artikulation. Zu Recht sagte Chorleiterin Eva Gerlach-Kling: „Ich freue mich über den Chor, er ist über sich hinausgewachsen. Da gab es viel zu lernen.“

15 Pop-Perlen schmückten das Programm. Einfallsreich schon der Beginn mit Bobby McFerrins „Don’t Worry, Be Happy“: Während Chorsänger Meinhart Puhl als Solist den Ohrwurm pfiff, kamen die übrigen Choristen aufs Podium, um die Hymne an die Sorgenfreiheit zu zelebrieren. Und es folgten lauter starke Stücke: von den Beatles bis Leonard Cohen, von Elvis Presley bis Abba, von Simon & Garfunkel bis Michael Jackson.

Standing Ovations für Kinder-Solisten

Als Solisten mit attraktiven Pop-Stimmen glänzten Jonas Gerlach und Hannah Bauernschmid in dem von David Gerlach arrangierten und von Stefan Kling für Chor gesetzten Song „Africa“ der US-Band Toto sowie in Cyndi Laupers „Time After Time“. Zu den emotionalen Höhepunkten gehörte der Auftritt der Kinder-Solisten Cora Michelfeit, Clara Reckelkamm, Hanna Sobko, Jannik Eckel, Jona Ringleb und Levi Ringleb: Sie sangen Udo Lindenbergs „Wozu sind Kriege da?“ und bekamen für ihr Können und ihre anrührende Botschaft verdiente Standing Ovations mitten im Konzert.

1200 Besucher bejubeln Pop-Perlen in der Rotenburger Jakobikirche

 © Wilfried Apel
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Es gab auch eine flotte Tanz-Einlage. Die Jugendkantorei und Eva Gerlach-Kling, die mit viel Elan dirigierte, überraschten damit beim spanischen Welthit „Macarena“. Wieder eine andere Facette war das gesellschaftskritische Lied „Ein ehrenwertes Haus“ von Udo Jürgens. 

Den Reichtum der Klangfarben demonstrierte auch „The Boxer“, denn da trat ein Herren-Sextett solistisch hervor. Für die sympathische Moderation sorgten Chorleiterin und Musiker mit launigen Anekdoten zu den Songs. Die Licht- und Tontechnik lag in den bewährten Händen von Axel Deubener.

Zweimal instrumentale Power

Hochprofessionell agierte die Band L’art de Passage mit Stefan Kling (Keyboard), David Gerlach (Keyboard), Benji Schaub (Gitarre), Guilherme Castro (Bass) und Javier Reyes (Schlagzeug, Percussion). Zweimal gab es rein instrumentale Power: Bravourös, ohne technische Hilfsmittel stemmte die Band den Synthie-Pop-Hit „Popcorn“, und in dem von Benji Schaub arrangierten, kräftig rockenden Rolling-Stones-Klassiker „Satisfaction“ konnten alle mit dem Ruf „Get no!“ mitmachen.

Nach „Billie Jean“ herrschte im Publikum die ganze Bandbreite an Begeisterung: Applaus im Stehen, Jubel, rhythmisches Klatschen. Als Zugabe zum Mitsingen gab es die Wiederholung von Leonard Cohens „Hallelujah“.

Von Georg Pepl

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