Radweg: Treffen anberaumt

Baustellenumfahrung im Haselgrund erhitzt auch im Rotenburger Parlament die Gemüter

Ralf Wassermann, links, Ortsvorsteher von Dankerode, und Hans-Joachim Pohl, Ortsvorsteher von Seifertshausen, am R7 im „Paradies“ im Haselgrund.
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Ralf Wassermann, links, Ortsvorsteher von Dankerode, und Hans-Joachim Pohl, Ortsvorsteher von Seifertshausen, am R7 im „Paradies“ im Haselgrund.

Die SPD hat ihren Antrag zurückgezogen. Trotzdem gab es Redebedarf.

Rotenburg – Für alle, die gern kurz und knapp informiert werden: Stadtverordnetenvorsteher Thomas Nölke hat die Ortsbeiräte von Seifertshausen und Dankerode, den Magistrat und den Haupt- und Finanzausschuss sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu einem Treffen eingeladen. Thema ist die Umfahrungstrasse für Busse und Rettungsdienste während der Bauarbeiten an der Landesstraße zwischen Seifertshausen und Dankerode.

Ein SPD-Antrag dazu wurde im Parlament zurückgezogen.

Wie berichtet, gibt es über diese Trasse höchst unterschiedliche Ansichten, weil sie über den relativ steilen Petersberg führen soll und durch das idyllische Tal mit Namen Paradies. Ein Teil der Trasse liegt auf dem Radweg 7, die gesamte Trasse könnte anschließend als Radweg dienen. Die Ortsvorsteher Ralf Wassermann und Hans-Joachim Pohl hatten den geplanten Verlauf der Trasse und die Kommunikation dazu kritisiert.

Rotenburger Parlament und Magistrat nach der Kommunalwahl 2021

Thomas Nölke (SPD), Stadtverordnetenvorsteher in Rotenburg
Thomas Nölke (SPD), Stadtverordnetenvorsteher in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Sebastian Münscher, SPD-Fraktionsvorsitzender in Rotenburg
Sebastian Münscher, SPD-Fraktionsvorsitzender in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Karin Frankfurt, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg
Karin Frankfurt, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Jens Schönewolf, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg
Jens Schönewolf, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Claudia Reiners, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg
Claudia Reiners, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Dieter Stricker, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg
Dieter Stricker, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Brigitte Künzl, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg
Brigitte Künzl, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Reiner Wollrath, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg
Reiner Wollrath, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Diana Focke-Schmitt, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg
Diana Focke-Schmitt, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Markus Vöckel, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg
Markus Vöckel, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Christiane Ringer, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg
Christiane Ringer, SPD-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Michael Adam, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg
Michael Adam, SPD-Stadtverordneter in Rotenburg © SPD
Jonas Rudolph, CDU-Fraktionsvorsitzender in Rotenburg
Jonas Rudolph, CDU-Fraktionsvorsitzender in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Eva Pippert, CDU-Stadtverordnete in Rotenburg
Eva Pippert, CDU-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Andreas Börner, CDU-Stadtverordneter in Rotenburg
Andreas Börner, CDU-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Heiko Blankenbach, CDU-Stadtverordneter in Rotenburg
Heiko Blankenbach, CDU-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Marion Wolf, CDU-Stadtverordnete in Rotenburg
Marion Wolf, CDU-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Katrin Zimmer, CDU-Stadtverordnete in Rotenburg
Katrin Zimmer, CDU-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Jonas Grunwald, CDU-Stadtverordneter in Rotenburg
Jonas Grunwald, CDU-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Johannes Linke, CDU-Stadtverordneter in Rotenburg
Johannes Linke, CDU-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Bernd Rudolph (62), CDU-Stadtverordneter in Rotenburg
Bernd Rudolph, CDU-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Mario Knoch, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Bürger Rotenburgs (UBR)
Mario Knoch, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Bürger Rotenburgs (UBR) © Silke Schäfer-Marg
Hartmut Grünewald, UBR-Stadtverordneter in Rotenburg
Hartmut Grünewald, UBR-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Dr. Wolf Goetze, UBR-Stadtverordneter in Rotenburg
Dr. Wolf Goetze, UBR-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Ute Gering, UBR-Stadtverordnete in Rotenburg
Ute Gering, UBR-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Wilfried Roß, UBR-Stadtverordneter in Rotenburg
Wilfried Roß, UBR-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Barbara Brinkmann, UBR-Stadtverordnete in Rotenburg
Barbara Brinkmann, UBR-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Martin Heß, UBR-Stadtverordneter in Rotenburg
Martin Heß, UBR-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Mechthild Müller, UBR-Stadtverordnete in Rotenburg
Mechthild Müller, UBR-Stadtverordnete in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Marcus Weber, FDP-Fraktionsvorsitzender in Rotenburg
Marcus Weber, FDP-Fraktionsvorsitzender in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Tobias Speckhaus, FDP-Stadtverordneter in Rotenburg
Tobias Speckhaus, FDP-Stadtverordneter in Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Die Sitzverteilung in der Rotenburger Stadtverordnetenversammlung nach der Kommunalwahl 2021.
Die Sitzverteilung in der Rotenburger Stadtverordnetenversammlung nach der Kommunalwahl 2021. © HNA Grafik
Christian Grunwald (CDU), Bürgermeister von Rotenburg
Christian Grunwald (CDU), Bürgermeister von Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Ursula Ender (CDU), Erste Stadträtin im Magistrat von Rotenburg
Ursula Ender (CDU), Erste Stadträtin im Magistrat von Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Claudius Nölke, CDU-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg
Claudius Nölke, CDU-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Dietrich Both, CDU-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg
Dietrich Both, CDU-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Heinrich Gering, UBR-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg
Heinrich Gering, UBR-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Christian Kusche, UBR-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg
Christian Kusche, UBR-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Klaus Troch, SPD-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg
Klaus Troch, SPD-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Elvira Walter-Rosner, SPD-Stadträtin im Magistrat von Rotenburg
Elvira Walter-Rosner, SPD-Stadträtin im Magistrat von Rotenburg © Silke Schäfer-Marg
Volker Willing, SPD-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg
Volker Willing, SPD-Stadtrat im Magistrat von Rotenburg © Silke Schäfer-Marg

Die SPD-Fraktion hatte ihren Antrag zum Thema in der jüngsten Parlamentssitzung zurückgezogen, weil, so erklärte Sprecher Jens Schönewolf, ihr Ziel schon erreicht sei, nämlich eine bessere Kommunikation zwischen Verwaltung und Ortsbeiräten.

Ein „Schwamm drüber“ ließ Bürgermeister Christian Grunwald allerdings nicht zu. Er zerpflückte den zuvor veröffentlichten Antrag und forderte eine „glasklare Entschuldigung“ gegenüber der Verwaltung.

Die SPD-Fraktion hat in ihrer Begründung des Antrags erklärt, sie habe „bei ihren Besuchen der Ortsbeiratssitzungen von Seifertshausen und Dankerode“ von den Plänen erfahren. Allerdings hatte sie nicht an den Sitzungen teilgenommen, wie sie einräumen musste, sondern war von Stadtverordnetenvorsteher Thomas Nölke (SPD) informiert worden. Der stellte klar, dass er an den Sitzungen teilgenommen hatte, allerdings in seinem neutralen Amt, nicht als Fraktionsmitglied. Das hätte auch so im Antrag formuliert werden müssen.

Weil die SPD die Verwaltung auffordern lassen wollte, „Alternativvorschläge nochmals auf Umsetzbarkeit und Umweltverträglichkeit hin prüfen zu lassen“ und Fraktionsvorsitzender Sebastian Münscher außerdem erklärt hatte, man empfinde es als eine „Verhöhnung“ von Anwohnern und Touristen, wenn man einen Radweg auf Attraktivität für E-Biker und anspruchsvolle Radler reduziere, war Grunwald stinksauer. Der Antrag impliziere, dass es nur wenig Vertrauen in die Arbeit der Verwaltung gebe. Dass diese mit ihrer Arbeit die Bürgerinnen und Bürger „verhöhnt“ habe, schlug für Grunwald dem Fass den Boden aus. Er forderte, auf der Sachebene zu bleiben gegenüber den Menschen, die ihre Arbeit machten. Antragssteller könnten sich im Vorfeld im Rathaus umfassend informieren.

In diese Kerbe schlug auch UBR-Fraktionschef Mario Knoch, der die „lieben Freunde von der SPD“ aufforderte, ihre Anträge in Zukunft im Vorhinein sorgfältig zu prüfen, um dem Parlament solche Debatten wie am Donnerstag zu ersparen.

SPD-Fraktionschef Sebastian Münscher entschuldigte sich wegen der Wortwahl, verteidigte jedoch den Hintergrund, dass es nämlich offene Fragen zur Trassenführung gebe, die durch die nun geplante Versammlung geklärt werden könnten. (Silke Schäfer-Marg)

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