Anwohner: "Problem besteht seit Wochen"

Riesenpfütze im Rotenburger Steinweg: Stadt will Abfluss schnell reinigen

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"Hochwasser" nach starken Regenfällen: Im Rotenburger Steinweg sammelt sich das Wasser über einem verstopften Wasserablauf. Das Foto wurde anderthalb Stunden nachdem der Regen aufgehört hatte aufgenommen - unmittelbar nach dem Regen reichte die Pfütze bis zu den Blumenkübeln. 

Rotenburg. Es ist ein Problem, das laut einigen Anwohnern schon seit mehreren Wochen auftritt: Nach starkem Regen entsteht im Rotenburger Steinweg vor der Filiale von Schneider Augenoptik und Hörakustik eine mehrere Quadratmeter große Pfütze.

Nachdem am Montagabend in der Facebook-Gruppe „Rotenburger Bornschisser“ auf das Problem hingewiesen worden war, will sich die Stadt nun zeitnah darum kümmern, den verstopften Wasserablauf zu reinigen.

Noch zwei Stunden nachdem es aufgehört hatte zu regnen, stand das Wasser am frühen Montagabend im Steinweg auf der gesamten Breite der Fahrbahn. Wenn hier ein Auto etwas schneller durchfährt, sollte man besser nicht in der Nähe stehen. „Tagsüber geht es noch, aber nachts machen sich hier manche einen Spaß und fahren extra schnell durchs Wasser“, sagt ein Anwohner. Dann spritze das schmutzige Wasser an die Hausfassaden. Ein kleiner Junge tapst durch das Wasser und ruft seiner Mutter zu: „Guck mal, hier ist Öl.“

Ob Öl oder nicht, auf jeden Fall sammele sich in den Wasserabläufen jede Menge Unrat, sagt Bürgermeister Christian Grunwald. „Ein geeigneter Spielplatz ist das natürlich nicht.“ Er hat am Dienstagmorgen mit dem Bauamt Kontakt aufgenommen. Der verstopfte Ablauf soll nun rasch gereinigt werden. Es sei allerdings so, dass der Bauhof neben den Strandfestvorbereitungen im Sommer zum Beispiel mit Rasenmähen, Baumschnitt und dem Instandhalten von Wegen viel zu tun habe – nicht nur in der Kernstadt sondern auch in den Ortsteilen. „Da muss dann priorisiert werden. Unsere Leute leisten sehr gute Arbeit“, stellt Grunwald klar.

Ein Mitarbeiter des Bauhofs sei wohl schon einmal auf das Problem im Steinweg angesprochen worden, verifizieren könne er das allerdings nicht, so der Bürgermeister. Er selbst habe, wie die meisten Mitarbeiter der Stadt, erstmals am Montagabend über die Internetplattform Facebook von dem Problem erfahren. Facebook sei bei Beschwerden oder Hinweisen von Bürgern ein Kanal, der funktioniere, sagt der Bürgermeister auf Nachfrage der HNA. „Deswegen sprechen uns auch viele Leute in solchen Angelegenheiten nicht mehr direkt an. Schöner und zielgerichteter wäre das schon. Wir möchten jeden Bürger ermutigen, sich bei Problemen bei uns zu melden“, sagt Grunwald.

Das gelte auch für Anwohner, die durch die Pfütze Schäden – etwa an Hausfassaden – zu beklagen hätten. Da leiste die Stadt im Zweifelsfall Schadenersatz. Schließlich habe man dafür eine Versicherung.

An einen vergleichbaren Fall mit einer solch großen Pfütze wegen verstopften Abflüssen kann sich Grunwald während seiner Zeit als Bürgermeister nicht erinnern. Der Bauhof soll aus aktuellem Anlass nun aber gleich auch die anderen Abläufe überprüfen, damit die Rotenburger von „Hochwasser“ auf den Straßen verschont bleiben.

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