Bahn informierte Rotenburger Verwaltung

Barrierefreier Bahnsteigbau in Lispenhausen soll 2022 beginnen

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Die alte Laderampe soll weg: Gebäude und Rampe sollen dem Zuweg zum neuen Bahnsteig in Lispenhausen weichen. 

Eine unendliche Geschichte scheint jetzt doch noch zu einem guten Ende zu kommen.

Der Ausbau des Bahnsteigs Lispenhausen in Fahrtrichtung Kassel soll im Sommer 2022 beginnen und im Frühjahr 2023 fertig sein. Dieses Zeitfenster hat die Bahn dem Magistrat und der Stadtverwaltung Rotenburg gegenüber genannt. Zudem wurden die Projektpläne zugestellt. Auch der Ortsbeirat hat den Plänen bereits zugestimmt, erklärte Bürgermeister Christian Grunwald.

Gute Lösung für Parkplätze

Nicht nur der Neubau des dann barrierefreien Bahnsteigs direkt gegenüber des Bahnsteigs in Fahrtrichtung Bebra freut den Rathauschef, sondern auch, dass eine gute Lösung für die Parkplatzsituation gefunden worden sei. Familie Dahmes, Eigentümer der angrenzenden Flottwerke, habe ein Grundstück zu einem fairen Preis an die Stadt verkauft, um den Bau von 26 Parkplätzen gegenüber des künftigen Bahnsteigs zu ermöglichen.

Die Verkehrsstation Lispenhausen, wie der Bahnhof in Bahn-Deutsch heißt, dient vor allem Pendlern, auch aus umliegenden Orten etwa dem Haselgrund. Diese fahren auch mit dem Auto zum Bahngelände. Täglich gibt es 22 Zughalte der Regionalbahn 5 (Kassel-Fulda) in Lispenhausen.

Wetterschutzhäuschen mit sechs Sitzplätzen

Der etwa 140 Meter lange neue Bahnsteig soll als Rampenbauwerk barrierefrei errichtet werden. Hinzu komme noch zwei Treppen. Eine dient, ebenso wie ein geplanter Gehweg, der Erschließung des neuen Bahnsteigs vom Bahnübergang her. Außerdem soll ein Wetterschutzhäuschen mit sechs Sitzplätzen errichtet werden. Ziel des Neubaus ist auch, die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs attraktiver zu machen. Die Baukosten sollen bei etwa einer Million Euro liegen.

Für viele bislang nicht nutzbar

Der aktuelle Bahnsteig in Richtung Kassel ist von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen oder von Menschen, die ein Kind im Kinderwagen dabei haben, derzeit praktisch nicht zu nutzen. Er ist geschottert, und für den Einstieg in die Regionalbahn müssen etwa 50 Zentimeter Höhenunterschied überwunden werden. Dieser Bahnsteig soll zurückgebaut werden. Abgerissen wird auch das frühere Werkstatt- und Lagergebäude mit seiner Rampe.

Zusage nicht eingehalten

Bereits 2006 war der Bahnsteig in Fahrtrichtung Bebra erneuert und barrierefrei hergerichtet worden. Der Ausbau der gegenüber liegenden Seite sollte 2008 folgen, was dann jedoch nicht eingehalten wurde. Seither wurde um den Ausbau gestritten. Die Stadt Rotenburg und der Ortsbeirat von Lispenhausen hatten sich von Beginn an für einen Neubau auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnsteigs Richtung Bebra ausgesprochen. Seitens der Bahn hielt man das jedoch damals aus technischen Gründen nicht für machbar wegen eines Zusammenhangs mit dem Stellwerk in Guntershausen.

Resolutionen und Gespräche

Mit Resolutionen und Gesprächen haben sich die Kommunalpolitiker für den Bau des Bahnsteigs eingesetzt und dabei schon fast die Hoffnung aufgegeben. Baubeginn 2022? Im Rathaus geht man nun vom späten Happy End aus, bestätigt der zufriedene Bürgermeister.

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