Basteln am 15. Dezember

Barrierefrei mit Lego: Rotenburgerin will Rampen bauen und sucht Helfer

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Barrierefrei in Rotenburgs Geschäfte mit Rampen aus Legosteinen: Diese Idee will Gina Dahmen, bekannt auch als „Fräulein Glitzer“, im Zuge des lebendigen Adventskalenders umsetzen. 

Sie sind klein, bunt und haben schon Generationen von Kindern und Tüftlern begeistert – die Lego-Steine. Jetzt sollen sie Barrieren überwinden helfen.

Dass man mit ihnen auch für Barrierefreiheit sorgen kann, hat „Lego-Oma“ Rita Ebel in Hanau schon bewiesen. Über ihre Aktion war auch im Hessischen Fernsehen berichtet worden. Jetzt hat die Rotenburgerin Gina Dahmen die Idee aufgegriffen.

Beim „Lebendigen Adventskalender“, den Conny Haag-Lorenz erneut initiiert hat, will Gina Dahmen mit vielen Rotenburgern aus Lego Rampen bauen, die Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen das Leben in der Stadt erleichtern sollen.

Basteltermin steht auch schon fest 

Gebastelt werden sollen die Rampen am Sonntag, 15. Dezember, zwischen 11 und 18 Uhr – mit Unterstützung von Erfinderin Rita Ebel. Dafür braucht Gina Dahmen viele Mitstreiter und noch mehr Spender von Lego-Steinen. Wer seine Lego-Steine zur Verfügung stellen will, kann sie im Rotenburger Rathaus abgeben. Dort wird die Aktion unterstützt.

Lego-Steine, die bekanntlich eine enorme Tragkraft haben, sollen quietschbunt auf einer nicht rutschenden Gummimatte zu Rampen verbaut werden. Die Steine werden zur Sicherheit auch noch verklebt. Im Eingangsbereich, dort wo man in vielen Geschäften oder Gaststätten eine Stufe überwinden muss, können die Rampen ausgelegt werden. Die Benutzung ist allerdings auf eigene Gefahr.

Statement für Barrierefreiheit 

Für Gina Dahmen sind diese Rampen nicht nur ein Hilfsmittel, sondern auch ein Statement für Barrierefreiheit. „Sie sind bunt und springen ins Auge. Wer sie sieht, macht sich automatische Gedanken über unnötige Hindernisse“, meint sie.

Die 28-Jährige stammt aus dem Schwarzwald und lebt seit 18 Jahren in Rotenburg. Sie ist ausgebildete Veranstaltungskauffrau, arbeitet aber hauptberuflich als Sekretärin der Heinrich-Auel-Schule.

Bekannt geworden ist sie auch durch ihr kleines Unternehmen „Fräulein Glitzer“. Unter diesem Pseudonym bietet sie Kinderunterhaltung an bei Firmen- und Stadtfesten sowie Geburtstagsfeiern.

Hersteller antwortet nicht 

Für die Rampen-Aktion hat Gina Dahmen auch die Hersteller-Firma angeschrieben und um Steine gebeten – noch ohne Antwort. Die Geschäftsleute, die sie bislang angesprochen hat, seien durchaus angetan von der Idee, erzählt sie. Sie habe nur eine rigorose Absage erhalten. Man müsse die Rampen auch nicht ständig auslegen, sagt Gina Dahmen. Sie seien leicht und könnten auch bei Bedarf herangeholt werden. Oder man lässt sie liegen – als Hingucker.

Kontakt per E-Mail: info@fraeulein-glitzer.de, facebook.com/fraeulein.glitzer

Die Idee ist nicht ganz neu - aber einfach genial: Unter anderem hatten im Sommer Jugendliche im hessischen Heusenstamm aus Legosteinen Rampen für Rolli-Fahrer gebaut.

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