Aktion von "Land schafft Verbindung"

Daumen runter für die Politik: Bauern protestierten bei Rotenburg erneut gegen Düngeverordnung

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Gemeinsamer Protest: Diese Landwirte, darunter ganz rechts der Kreisbauernverbandsvorsitzende Jörg Schäfer, versammelten sich mit Traktoren und Schildern an der B83 auf Höhe von Hof Guttels bei Rotenburg.

Die Landwirte im Kreis Hersfeld-Rotenburg und in ganz Deutschland kämpfen weiter.

Die Basisbewegung „Land schafft Verbindung“ hat am Freitag erneut zu bundesweiten Aktionen aufgerufen. Unter anderem wurde an der A4-Brücke bei Asbach demonstriert. Rund 50 Landwirte mit 30 Traktoren versammelten sich am Nachmittag direkt an der B83 auf Höhe von Hof Guttels bei Rotenburg und taten auf Schildern und Transparenten ihren Unmut über die Landwirtschaftspolitik kund.

„Wir gehen bewusst an viel befahrene Straßen, damit die normalen Bürger unseren Protest mitbekommen“, sagt Siegfried Hott, der aus Königswald gekommen ist.

Der neue Kreisbauernverbandsvorsitzende Jörg Schäfer aus Niedergude berichtet, dass aus der Bevölkerung nach der ersten großen Protestaktion vor knapp einem Monat fast nur positive Reaktionen gekommen seien – doch der Erfolg sei leider bislang ausgeblieben. In erster Linie richtet sich der Protest gegen die geplante neue Düngeverordnung.

„Wir haben erst seit 2017 eine neue, und nun werden die Vorgaben noch mal schärfer. Dabei gibt es mit Nitrat im Boden in unserem Landkreis eigentlich keine Probleme, es gibt keine stark belasteten Brunnen“, so Schäfer. Er legt Wert darauf, dass Bauern nicht gegen Umweltschutz oder für dreckiges Wasser seien – dadurch würden sie sich ins eigene Fleisch schneiden. Er meint, dass sich die Politik bei der Düngeverordnung zu stark von Nichtregierungsorganisationen beeinflussen lässt und den Bauernverband, „wo die eigentlichen Fachleute sitzen“, zu wenig einbindet.

Der Kreisbauernverbandsvorsitzende hofft darauf, dass „die Politik sich jetzt bewegt“, glaubt aber nicht so richtig daran. „Falls sich nichts tut, müssen wir eine härtere Gangart einlegen“, sagt Schäfer. Was genau das bedeutet, müsse man dann besprechen.

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