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Rotenburger Parlament diskutiert über Energieversorgung: Wasserstoff für Busse?

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Von: Carolin Eberth

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Mit grünem Wasserstoff könnten in Zukunft Busse und andere Fahrzeuge in Rotenburg betrieben werden. Eine Umsetzung hierfür wird nun geprüft.
Mit grünem Wasserstoff könnten in Zukunft Busse und andere Fahrzeuge in Rotenburg betrieben werden. Eine Umsetzung hierfür wird nun geprüft. © SEBASTIAN KAHNERT/DPA

Grüner Wasserstoff als Antrieb für Busse und Abfallentsorgungsfahrzeuge? Wenn es nach den Rotenburger Stadtverordneten geht, soll das die Zukunft in ihrer Stadt sein.

Rotenburg - Zumindest stimmten die Abgeordneten in ihrer jüngsten Sitzung dafür. Sie baten einstimmig die Rotenburger Verwaltung, die eine Herstellung von grünem Wasserstoff vor Ort in Verbindung mit dem Betreiben von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb zu prüfen. Insbesondere solle dies für innerstädtische Buslinien und für Fahrzeuge der Verwaltung sowie des Bauhofs untersucht werden.

In diesem Zusammenhang sei die mögliche Aufnahme in die Wasserstoffpilotregion Nordhessen zu klären. Die Stadtwerke Rotenburg, Fachbetriebe sowie die Gemeinde Alheim sollen miteinbezogen werden. Der entsprechende Antrag dazu kam aus der UBR-Fraktion und wurde mit einem Änderungsantrag der SPD-Fraktion noch verfeinert um den Punkt, eine Zusammenarbeit mit Alheim anzustreben.

Begründet wurde der UBR-Antrag von Fraktionsmitglied Wilfried Roß: „Durch die Attraktivierung von Heienbachtal und Kottenbachtal, zum Beispiel mit dem Mehrgenerationenspielplatz, Wildgehege, Murmelbahn, Fußgängerhängebrücke und Rodelbahn, ist mit einer erheblichen Steigerung des Besucherverkehrs in den nächsten Jahren zu rechnen.“ Um den Verkehr zu lenken, sollten umweltfreundliche Beförderungsmöglichkeiten eingesetzt werden. „Für diese Fahrzeuge sollte insbesondere der Einsatz der Brennstoffzelle beziehungsweise des reinen Wasserstoffmotors geprüft werden. Nordhessen ist eine Wasserstoffpilotregion, eine Kooperation und Förderung wäre denkbar.“

Ansprechpartner hierfür könnten laut Roß das Regionalmanagement Nordhessen sowie die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen sein.

Ein weiterer Partner könnte die Firma Roth im Industriegebiet als Betreiber einer Tankanlage sein. Die notwendige Infrastruktur sei dort zumindest teilweise schon vorhanden.

„Die aktuelle Diskussion um die Energieversorgung der Zukunft zwingt uns vor Ort zum Handeln. Dezentral und somit losgelöst von weltwirtschaftlichen Faktoren regenerative und unabhängige Energieversorgungsmöglichkeiten zu prüfen, ist meines Erachtens eine Pflicht“, sagte Roß.

Von Carolin Eberth

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