Geld für Vereine, Institutionen und Privatpersonen

Rotenburgs Fördertöpfe: Eine halbe Million Euro fürs Zusammenleben

Das ehemalige Feuerwehrgerätehaus in Rotenburg wird derzeit von der Seilerweg GbR aus Bebra umgebaut und soll für Praxen genutzt werden.
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Das ehemalige Feuerwehrgerätehaus in Rotenburg wird derzeit von der Seilerweg GbR aus Bebra umgebaut und soll für Praxen genutzt werden.

Im Haushaltsentwurf der Stadt Rotenburg für 2022 steht unter anderem Fördergeld für die Ansiedlung von Ärzten und die Sanierung privater Häuser bereit.

Rotenburg – Rund eine halbe Million Euro wird die Stadt Rotenburg auch 2022 freiwillig in die Förderung von Vereinen, Institutionen und Privatpersonen stecken, wenn der Haushaltsplan in seiner vorgelegten Form im Dezember verabschiedet wird.

Ärztemangel verhindern

Für Bürgermeister Christian Grunwald ein Umstand, den er mit breiter Brust im Stadtparlament verkündete: Das sei soviel individuell abrufbares Fördergeld wie nie zuvor in der Stadtgeschichte. Dabei ist der dickste Brocken mit 250.000 Euro sicher das Förderprogramm zur Ansiedlung von Haus- und Fachärzten in der Stadt. Die Stadtverordnetenversammlung hatte das Programm beschlossen, um zu verhindern, dass der Ärztemängel – wie in anderen Kommunen – zum großen Problem wird. Es gibt nicht nur finanzielle Unterstützung für Ärzte, sondern auch Beratung und Konzept-entwicklung durch ein Fachbüro.

Zur Ansiedlung von Einzelhandel und Gastronomie sind 50.000 Euro eingeplant. Weitere 80.000 Euro städtischer Zuschüsse stehen für die Sanierung privater Häuser im Zuge des Stadtumbaus zur Verfügung.

Frauenhaus, Tafel, Tierheim

Vereins-, Sport- und Kulturförderung gibt es ebenfalls in jeweils fünfstelliger Höhe. Sportvereine zum Beispiel erhalten laut Haushaltsplan 30.000 Euro an Zuschüssen. Allgemeine Vereinszuschüsse liegen bei 19.500 Euro. Unterstützung gibt es auch fürs Frauenhaus (2000 Euro), fürs Tierheim (4000 Euro) sowie den Kinderspielkreis, die Tafel, die Drogenhilfe Nordhessen und Pro Familia.

10.000 Euro für Ortsbeiräte

Zuschüsse in Gesamthöhe von 10 000 Euro fließen in die Stadtteile für Brauchtumsveranstaltungen wie Kirmes oder Dorffeste. Den Ortsbeiräten stehen zudem jeweils 10 000 Euro zur Verfügung, die sie nach eigenem Ermessen für ihre Dörfer ausgeben können.

Beratungen laufen

Der Haushaltsplanentwurf wird derzeit in den Ortsbeiräten beraten. Der Haupt- und Finanzausschuss berät am Dienstag, 30. November, und am Dienstag, 7. Dezember, öffentlich über das Zahlenwerk. Am Donnerstag, 9. Dezember, soll der Plan von den Stadtverordneten verabschiedet werden. Trotz der nun angespannten Haushaltslage meint Grunwald: „Wir bewegen diese Stadt weiterhin und machen große Schritte in der baulichen Stadtentwicklung, aber auch in der Zukunftsaufstellung.“ (Silke Schäfer-Marg)

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