Christian Grunwald (CDU) fordert Solidarität

Rotenburgs Bürgermeister prangert fehlende öffentliche Unterstützung für Erhalt des HKZ-Standorts an

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald im Porträt.
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Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald (CDU)

Die Kritik aus Rotenburg an der geplanten Verlagerung der Akutmedizin des Herz-Kreislauf-Zentrums (HKZ) nach Bad Hersfeld wird lauter.

In einer Videobotschaft prangert Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) fehlende öffentliche Unterstützung für den Erhalt des HKZ-Standorts an, appelliert an Politiker, sich mit Rotenburg zu solidarisieren, und wirft den Verantwortlichen des Klinikums Hersfeld-Rotenburg vor, Informationen zurückzuhalten.

„Ich und wir alle erwarten von Ihnen als Bundestagsabgeordneten, Landtagsabgeordneten, Landräten, Kreistagsabgeordneten und Geschäftsführern, dass Sie sich jetzt und öffentlich und klar zur Lage und zur Zukunft der Stadt Rotenburg positionieren“, so der Bürgermeister in dem neunminütigen Video, das er auf seiner Facebookseite und bei Youtube veröffentlicht hat.

Anfang August hatte die Geschäftsführung des Klinikums Hersfeld-Rotenburg Pläne öffentlich gemacht, wonach künftig die Akutmedizin des kommunalen Klinikverbundes, zu dem auch das HKZ gehört, am Bad Hersfelder Klinikum konzentriert werden soll. Was seitdem passiert sei, so Grunwald, „ist ein kollektives Kommunikationsdesaster höchsten Maßes und eine gefühlte Entsolidarisierung mit den Menschen im Nordteil des Kreises“, konstatiert der Bürgermeister.

Grunwald kritisiert, dass selbst einfachste konkrete Informationen zurückgehalten würden „mit dem Verweis darauf, dass man in einer schwierigen Lage des ganzen Klinikums keine Unternehmensinterna preisgeben kann.“ Inzwischen sei er „reichlich fassungslos, dass man an dieser Taktik immer noch festhält. Das schürt Wut und Enttäuschung und das ist völlig nachvollziehbar. Und die besteht auch in mir“, so der Bürgermeister.

Die Initiative „Bürger-Herz“, die sich mit einer Petition für den Erhalt des HKZ-Standorts einsetzt und nach eigenen Angaben bereits 5700 Unterschriften gesammelt hat, fordert derweil eine Debatte im Kreistag über Zukunft des wirtschaftlich angeschlagenen Klinikums Hersfeld-Rotenburg. (ses)

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