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Rotenburg plant Rodelbahn: Stadt will Touristenattraktion auf den Weg bringen

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Von: Sebastian Schaffner

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Im Doppelsitzer-Schlitten den Hang hinunter: So könnte die geplante Sommerrodelbahn in Rotenburg aussehen. Unser Foto zeigt ein baugleiches Modell auf einer „Rollbob“-Anlage in Österreich. Höchstgeschwindigkeit auf der schienengeführten Bahn über das Kottenbachtal soll Tempo 40 sein.
Im Doppelsitzer-Schlitten den Hang hinunter: So könnte die geplante Sommerrodelbahn in Rotenburg aussehen. Unser Foto zeigt ein baugleiches Modell auf einer „Rollbob“-Anlage in Österreich. Höchstgeschwindigkeit auf der schienengeführten Bahn über das Kottenbachtal soll Tempo 40 sein. © Mountain Innovations GmbH/nh

Die Stadt Rotenburg arbeitet an ihrer nächsten Touristenattraktion: einer Sommerrodelbahn.

Rotenburg – Das Stadtparlament soll dafür am kommenden Donnerstag im Bürgerzentrum über die Aufstellung eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplans entscheiden. Geben die Abgeordneten grünes Licht, schaffen sie Baurecht und signalisieren grundsätzlich ihre Zustimmung zu dem Projekt.

Als Bauherr tritt die städtische Marketing- und Entwicklungsgesellschaft (MER) auf. Kosten soll die Anlage nach Auskunft von MER-Chef Torben Schäfer voraussichtlich 2,5 Millionen Euro. Wenn das Parlament zustimmt und alle baurechtlichen Hürden genommen werden, würde laut Schäfer „im optimalen Fall Ende 2023, Anfang 2024“ gebaut werden. In Betrieb gehen könnte die Anlage dann in gut zwei Jahren.

Gebaut werden soll die Sommerrodelbahn im Norden der Stadt im Kottenbachtal, zwischen dem Parkplatz Kottenbach an der Heinz-Meise-Straße, die zum Herz-Kreislauf-Zentrum führt, und der Rodenberg-Alm.

In dem Bereich ist auch schon eine 617 Meter lange Hängebrücke geplant, die Fußgänger von der zur Göbels-Gruppe gehörenden Rodenberg-Alm bis zum gegenüberliegenden Hangwald führen soll.

Aus einem Bericht eines von der MER beauftragten Ingenieurbüros aus Bayern, geht hervor, dass die schienengeführte Bahn „nahezu witterungsunabhängig“ betrieben werden könnte. Geplant sei ein Ganzjahresbetrieb.

Wie vergleichbare Rodelbahnen auch, würde sich die geplante Anlage in Rotenburg die Schwerkraft zunutze machen. Gäste steigen an der Talstation in für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ausgelegte Doppelsitzer-Schlitten und werden dann mit einer Liftanlage rund 300 Meter zur Bergstation befördert. Von dort geht es dann über eine fast 400 Meter lange kurvenreiche Strecke zurück ins Tal. Geplant ist auch eine Nebenstrecke mit Ausstieg an der Rodenberg-Alm. (Sebastian Schaffner)

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