Fest startet mit Wappenparade

Rotenburg steht Kopf: Heute geht das Strandfest wieder los

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Fest der 20.000 Lichter: Auch in diesem Jahr wird es eine bezaubernde Illuminierung des Rotenburger Schlossparks geben.

Rotenburg. Das Rotenburger Heimat- und Strandfest – neben dem Lullusfest in Bad Hersfeld das größte Volksfest im Landkreis – beginnt bereits am Mittwoch (28.06.). Aus gutem Grund fängt das Fest einen Tag früher an als sonst: In diesem Jahr wird es zum 90. Mal gefeiert. 

Dabei soll die alte Tradition der Wappenparade der Vereine wieder aufleben. Beginn ist um 18 Uhr am Marktplatz mit einem Platzkonzert. Bereits ab 17 Uhr können Besucher am „Langen Tisch“ in den Straßen essen und trinken.

Birgit Utermöhlen vom Organisationsteam in der Stadtverwaltung rechnet mit bis zu 10.000 Besuchern allein zum Schlossparkfestival am Samstagabend, das von Auftritten von drei Bands und dem Fest der 20.000 Lichter dominiert wird. Zahllose Motive, die aus Teelichtern gestellt werden, illuminieren dabei den idyllischen Park.

Zum großen Festzug, der am Sonntag ab 14 Uhr durch die Straßen zieht, haben sich knapp 60 Gruppen angemeldet, beim spätabendlichen Bootskorso auf der Fulda werden rund 30 beleuchtete Motivboote zu sehen sein. Die Feuerwehr mit ihren Wasserspielen und das große Feuerwerk runden das optische Spektakel am Sonntag ab. Tagsüber haben die Geschäfte ab 13 Uhr geöffnet. Fast 30 Schausteller, Karussells und Buden, darunter auch die Achterbahn „Twister“, finden Besucher auf dem Festplatz gegenüber des Campingplatzes. Er öffnet morgen, Donnerstag, um 18 Uhr.

Auf einen Besucheransturm hat sich auch die Polizei eingerichtet und wird mit verstärkten Kräften auf Streife gehen, erklärte der Leiter der Polizeistation Rotenburg, Elmar Vogel. Es werde auch verstärkt Kontrollen geben. Vogel appelliert an die Besucher, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und das Auto stehen zu lassen, damit das eine oder andere Strandfestbier keine negativen Folgen hat.

Bürgeridee Bootskorso

Im Sommer 1927 hatten Anwohner der Brotgasse und der Straße Hinter der Mühle, die direkt an der Fulda liegen, die Idee, einen Bootskorso mit beleuchteten und geschmückten Booten zu starten. Diese Aktion kam so gut an, dass die Stadtväter dem Druck der Bevölkerung nachgaben und den Bootskorso jedes Jahr zuließen. 

Hinzu kamen Schwimmveranstaltungen. Das Festgeschehen verlagerte sich 1931 zur Badeanlage, dem heutigen Campingplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dem durch Vertriebene ausgeprägten Heimatgedanken Rechnung getragen, das Strandfest wurde offiziell zum Heimat- und Strandfest. (red/sis)

Unser Strandfest-ABC mit Tipps und Erfahrungswerten für die nächsten Tage finden Sie in der Mittwochausgabe sowie im E-Paper.

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