1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra
  4. Rotenburg (an der Fulda)

Rotenburger Tafel sucht bessere Räumlichkeiten

Erstellt:

Von: Gudrun Schankweiler-Ziermann

Kommentare

Kurz vor Beginn der Lebensmittelabgabe auf dem Kirchplatz: Ehrenamtliche der Tafel, Dagmar George (links) und Vertreterinnen des Lesekreises vor dem offenen Pavillon, der nun ein wenig mehr Schutz vor Regen und Schnee bietet.
Kurz vor Beginn der Lebensmittelabgabe auf dem Kirchplatz: Ehrenamtliche der Tafel, Dagmar George (links) und Vertreterinnen des Lesekreises vor dem offenen Pavillon, der nun ein wenig mehr Schutz vor Regen und Schnee bietet. © Gudrun Schankweiler-Ziermann

Von einer Spende hat die Rotenburger Tafel einen Pavillon angeschafft. In Rotenburg und auch in Bebra werden dringend bessere Räumlichkeiten gesucht und Helfer.

Rotenburg – Unter freiem Himmel verteilt die Tafel auf dem Kirchplatz an der Stiftskirche alle zwei Wochen dienstags Lebensmittel an Familien, ältere Ehepaare und alleinstehende Menschen mit geringem Einkommen. Schon um 9 Uhr stehen die ersten an, obwohl es erst um 12 Uhr losgeht. Bisher gab es nur ein Zelt, das vor Wind und Wetter schützte, das aber viel zu klein war.

Von einer Spende des Rotenburger Lesekreises konnte die Leiterin der Tafel, Dagmar George, kürzlich einen dringend benötigten Pavillon anschaffen.

Auf Kirchplatz ausgewichen

Unter dessen Schutz verpacken die Helferinnen und Helfer der Tafel gegen 11.30 Uhr noch Backwaren, bis dann eine halbe Stunde später die mit Lebensmitteln gepackten Tüten an die registrierten Tafel-Kunden abgegeben werden. Dazu können sie sich noch Obst und Gemüse auswählen. Die Ware ist die Woche über von Ehrenamtlichen in Supermärkten, Bäckereien und bei anderen Händlern abgeholt worden. Dagmar George und die Ehrenamtlichen sind dankbar für die Spende des Lesekreises. So erleichtert der stabile und leicht auf- und abzubauende Pavillon ein wenig die Arbeit. Vor Corona wurden die Tafel-Kunden im Untergeschoss des Bonhoefferhauses bedient, aber dort ist es inzwischen viel zu eng. Außerdem müssen die teils gehbehinderten Menschen eine Treppe herunter und wieder hoch. So ist man auf den Kirchplatz ausgewichen, aber die Lebensmittel werden immer noch in dem Raum gelagert und müssen zur Ausgabe wieder nach oben getragen werden.

100 Haushalte allein in Rotenburg

Allein in Rotenburg versorgt die Tafel inzwischen rund 100 Haushalte, viele mit Kindern und mehreren Personen. Im Diakonischen Zentrum in Bebra werden im Wechsel mit Rotenburg weitere 140 Haushalte versorgt. „Wir sind an der Kapazitätsgrenze“, sagt die Tafel-Leiterin Dagmar George.

Die Lage der Menschen hat sich durch die Corona-Pandemie, die Geflüchteten aus der Ukraine, durch Inflation und hohe Energiekosten verschärft. Schon längst kann die Tafel nicht mehr alle aufnehmen, die bedürftig wären.

Warteliste mit 40 Haushalten

Es gibt eine Warteliste von 40 Haushalten. Hätte Dagmar George drei Wünsche für die Tafel frei, so fällt ihr nur der eine ein: Einen ebenerdigen und gut erreichbaren großen Raum für die Tafel – sowohl in Rotenburg als auch in Bebra, wo es im Diakonischen Zentrum ebenfalls sehr eng für die Lagerung und Kühlung der vielen Lebensmittel geworden ist.

Der Lesekreis hatte bei Basaren unter anderem am Strandfestsamstag Bücher gegen eine Spende abgegeben und so fast 700 Euro für die Tafel gesammelt.

Spenden willkommen

Spenden sind bei der von der Diakonie Hersfeld-Rotenburg getragenen Tafel hochwillkommen. Auch Lebensmittelspenden sind möglich, doch hier sollte man sich vorher erkundigen, was benötigt wird. Ehrenamtliche Helfer werden ebenfalls noch gebraucht.

Kontakt: Telefon 0 66 22/35 48, E-Mail: tafel.bebra@ekkw.de

(Gudrun Schankweiler-Ziermann)

Auch interessant

Kommentare