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Treffen der Tuningszene in Rotenburg: Polizei zieht viele Autos aus dem Verkehr

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Von: René Dupont

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Auch auf unzulässige Steuergeräte stoßen die Polizeibeamten bei ihren Kontrollen getunter Fahrzeuge.
Auch auf unzulässige Steuergeräte stoßen die Polizeibeamten bei ihren Kontrollen getunter Fahrzeuge. © Polizeipräsidium Osthessen

Viele Verstöße gegen Vorgaben hat die Polizei bei dem Tuningtreffen in Rotenburg entdeckt. Bei den Kontrollen waren auch tuningbegeisterte Polizeibeamte.

Rotenburg – Die Polizei hat bei der populären und überregional bekannten Veranstaltung der Tuningszene am Sonntag, 9. Oktober 2022, auf dem Parkdeck des Rotenburg Center ausgestellte Fahrzeuge kontrolliert. Die spezialisierten Beamten entdeckten dabei viele Verstöße und sprachen hinterher von einer „bedauerlicherweise hohen Beanstandungsquote“..

Bei den Verkehrskontrollen wurden die optisch und technisch teilweise stark veränderten Szenefahrzeuge auf ihre Vorschriftsmäßigkeit untersucht, teilt das Polizeipräsidium Osthessen mit.

Betriebserlaubnis bei 18 Fahrzeugen weg

Insgesamt wurden 37 Fahrzeuge und 52 Personen kontrolliert. In 18 Fällen führten am Fahrzeug vorgenommene unzulässige Änderungen oder technische Manipulationen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

15-mal war eine Sicherstellung der Fahrzeuge notwendig, um die festgestellten Mängel von einem Sachverständigen genauer untersuchen zu lassen. Dies betraf vor allem Manipulationen im Bereich der Abgasanlage, die zu einer wesentlichen Verschlechterung der Abgas- und Geräuschwerte führten. Diese Fahrzeuge konnten jedoch bereits am Kontrolltag und in den darauffolgenden Werktagen begutachtet werden, sodass ein Großteil bereits wieder an die Halter herausgegeben wurde.

Erhebliche Kosten für Betroffene

Auf die Betroffenen kommen ein Bußgeldverfahren und die Gutachterkosten zu, außerdem der zumeist kostenintensive Rückbau und der Verwaltungsaufwand für die Wiedererlangung der Betriebserlaubnis.

Das Tuningtreffen – mit in der Spitze über 150 Teilnehmern – verlief weitestgehend störungsfrei und es herrschte eine ausgelassene Stimmung, berichtet die Polizei. Auch die tuningbegeisterten Polizeibeamten konnten sich auf dem Veranstaltungsgelände einen Überblick über die ausgestellten, zumeist liebevoll und aufwendig umgebauten Fahrzeuge verschaffen. „Dabei kam es auch zu Fachgesprächen auf Augenhöhe mit Mitgliedern der Tuningszene“, berichtet die Polizei. So konnten die Beamten auch über die rechtlichen und technischen Grenzen von Fahrzeugtuning sowie über die Intention der polizeilichen Kontrollen aufklären. Dabei stehen die Verkehrssicherheit und die Umweltverträglichkeit im Vordergrund. Das diene auch der Prävention, betont die Polizei.

Im Zweifel Sachverständigen fragen

„Das Individualisieren von Fahrzeugen erfreut sich nach wie vor einer großen Beliebtheit und soll auch nicht grundlos bekämpft werden. Doch die bestehenden Regelungen sollten dabei beachtet werden“, heißt es in der Pressemitteilung. Im Zweifel sei es ratsam, vor dem Umbau einen Sachverständigen oder die zuständige Zulassungsstelle zurate zu ziehen.

Im Einsatz am Sonntag in Rotenburg waren Kontrollkräfte des Polizeipräsidiums Osthessen mit Unterstützung der Kontrolleinheit Autoposer, Raser, Tuner (KART) des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main. (dup)

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