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Rotenburger Familienzentrum richtete Messe für hunderte Besucher aus 

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Von: Wilfried Apel

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Am Waffelstand: Christina Creutzburg (links) und Mia Juber freuen sich auf die von vielen fleißigen Helferinnen gebackenen und von Sina Elsässer zugunsten des Ukraine Hilfe- und Kulturvereins verkauften köstlichen Waffeln.
Am Waffelstand: Christina Creutzburg (links) und Mia Juber freuen sich auf die von vielen fleißigen Helferinnen gebackenen und von Sina Elsässer zugunsten des Ukraine Hilfe- und Kulturvereins verkauften köstlichen Waffeln. © Apel, Wilfried

In Rotenburg jagt eine Messe die andere. Auf die Kunsthandwerkermesse am letzten Oktoberwochenende folgte die vom Rotenburger Familienzentrum initiierte Familienmesse. Es war die dritte ihrer Art und die bis jetzt am besten besuchte.

Rotenburg – „Alle Mühe hat sich gelohnt, wir haben jede Menge positive Rückmeldungen erhalten, aus dem ganzen Kreis und aus den Nachbarlandkreisen waren Besucher da“, resümierte Hauptorganisatorin Ann-Cathrin Kolar. Ganz offensichtlich übertrieb sie dabei nicht, denn schon vor der Großsporthalle am Breitinger Kirchweg staute es sich. Gleich am Eingang war wie immer die Verpflegungsstation angesiedelt, und da es verlockend duftende Waffeln gab, musste man sich erst einmal anstellen, um sich vor oder nach der Tour durch die Ausstellung zu stärken.

„Mit Unterstützung des Edeka-Markts Hochmahle hatten wir Teig für 500 Waffeln vorbereitet. Es ist alles weggeputzt worden“, verriet Olena Miatlik, die Vorsitzende des kreisweit aktiven Vereins Ukraine Hilfe- und Kulturverein, die mit rund 30 Helferinnen im Einsatz war, am späten Nachmittag.

Auf der Tribüne: Ganz oben hatte man bei der sehr gut besuchten dritten Rotenburger Familienmesse einen sehr guten Blick auf das, was mitunter hautnah erlebbar gezeigt wurde – die Vorführungen des Rotenburger Judoclubs (vorne links) etwa oder wo man sich beraten lassen konnte beim Schutzmann vor Ort Stephan Glock (hinten rechts) etwa.
Auf der Tribüne: Ganz oben hatte man bei der sehr gut besuchten dritten Rotenburger Familienmesse einen sehr guten Blick auf das, was mitunter hautnah erlebbar gezeigt wurde – die Vorführungen des Rotenburger Judoclubs (vorne links) etwa oder wo man sich beraten lassen konnte beim Schutzmann vor Ort Stephan Glock (hinten rechts) etwa. © Wilfried Apel

Aber nicht nur sie war beglückt. An fast allen Ständen berichteten Aussteller und Ausstellerinnen von großem Interesse und Programmmacher und Programmmacherinnen auf und hinter der Bühne von großer Neugier auf das, was geboten wurde. Für Groß und Klein war ja nach der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeister Christian Grunwald, der einmal mehr betonte, wie wichtig der Stadt die Unterstützung der vor Ort wohnenden Familien und der Austausch untereinander sei, auch etwas dabei.

Angefangen bei den Auftritten der Bläserklasse der Jakob-Grimm-Schule, der Tanzgruppe des Ukraine Hilfe- und Kulturvereins, der Kindergruppe „Musikalische Früherziehung“ der Musikschule des Landkreises sowie der Chrischona-Minis bis hin zu den mit großem Respekt aufgenommenen Vorführungen des Rotenburger Judoclubs. Unter der Leitung von Mike Heise präsentierten die Judokas einen Ausschnitt aus ihrem „vertanzten“ Ausdauer- und Kampfsporttraining, aber auch, wie man einen Einbrecher mit einem gekonnten Griff niederstreckt.

Vor der Plakatwand: Nils Kastenhuber alias Räuber Hotzenplotz.
Vor der Plakatwand: Nils Kastenhuber alias Räuber Hotzenplotz. © Apel, Wilfried

Die Familienkasse informierte ihrem Auftrag entsprechend darüber, welche Leistungen Familien zustehen. Weitere sozialrechtliche Fragen beantworteten Vertreter und Vertreterinnen des VdK, des SoVD und der vielfältig tätigen Freien Wohlfahrtspflege. Alle stellten sich selbst, aber natürlich auch ihre Einrichtungen vor, wie etwa die Erziehungsberatung, die Tafel, den Hausnotruf oder das in Rotenburg im Bau befindliche Hospiz. Der Hospizverein fragte: „Was macht Dein Leben lebenswert?“ und bot verschiedene Antwortmöglichkeiten an, die man mit Eicheln in einem Kreis „ankreuzen“ konnte. „Wir wollen – auch wenn es ein schwieriges Thema ist – dazu anregen, sich rechtzeitig mit den letzten Dingen des Lebens zu beschäftigen und Vorsorge zu treffen“, erläuterte Projektkoordinatorin Karin Ruch, die sich sehr darüber freute, dass sich auch potenzielle Ehrenamtliche für die Arbeit im Verein interessierten. Ähnlich erging es Pfarrer Lars Niquet, der das Angebot der Kirchengemeinde vorstellte und eine neue Kindergottesdienstmitarbeiterin gewinnen konnte.

Gut vertreten waren verschiedenste zivilgesellschaftliche Beratungs- und Fördervereine, der Schulsektor, die Stadt, der Kreis und das Land – in Person des Schutzmanns vor Ort Stephan Glock.

Am Stand der Bebraer Sozialen Förderstätten hatten Gruppenleiterin Heike Thomas, Zuschneiderin Annabella Stepanek und Näherin Katharina Frisen Oktopusse im Angebot, die so gut wie alle verkauft wurden. Sehr zur Freude der vielen jungen Besucher, die in der ganzen Halle auf kindgerechte Angebote trafen, nicht zuletzt bei Jugendarbeiter Markus Paul, der zum Tischfußballspielen einlud, und beim „spielwütigen Kindertheatermacher“ Nils Kastenhuber, der auf die am 2. Dezember anstehende Räuber-Hotzenplotz-Vorstellung aufmerksam machte.

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