Unternehmen ist 25 Jahre alt

Leidenschaft für Motorisiertes: KÜS-Firma Gerlach und Schröder feiert Jubiläum

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Seit 25 Jahren zuständig für Hauptuntersuchungen und Gutachten: die Firmengründer Michael und Sabine Gerlach und Hartmut Schröder (von links) vor dem Unternehmenssitz in Lispenhausen. Dort findet am Samstag, 1. Juni, anlässlich des Jubiläums ein Tag der offenen Tür statt.

Manche Firmengeschichten beginnen in einer Garage, so auch die des Rotenburger Unternehmens zur Kraftfahrzeugüberwachung. Jetzt ist Gerlach und Schröder 25 Jahre alt.    

Im April 1994 haben Michael und Sabine Gerlach in einer Garage am heimischen Grundstück in Rotenburg die erste öffentliche freie Prüfstelle zur Kraftfahrzeugüberwachung im Kreis gegründet. Nur einen Monat später kam Hartmut Schröder hinzu, der nach einem Jahr gleichberechtigter Partner wurde.

KÜS steht für Kraftfahrzeugüberwachungsorganisation der freiberuflichen Sachverständigen. Und genau das macht das Unternehmen, das seinen Sitz 2002 nach Lispenhausen, direkt an die Nürnberger Straße, verlegt hat: Hauptuntersuchungen, also das, was der Volksmund fälschlicherweise „TÜV“ nennt, Abgasuntersuchungen und Gutachten. Außerdem werden die H-Kennzeichen für Oldtimer – also Fahrzeuge, die über 30 Jahre alt sind – von den Sachverständigen zugeteilt. 

„Im Grunde sind wir der verlängerte Arm des Kraftfahrtbundesamtes“, sagt Hartmut Schröder. Auch werden Fahrzeuge und andere technische Geräte auf Unfallverhütung überprüft. Die Sachverständigen üben eine hoheitliche Aufgabe aus und werden selbst entsprechend beobachtet und müssen alles genau dokumentieren.

Voll vernetzt: Die Daten gehen per Internet direkt an die Behörden

Das geht inzwischen voll vernetzt: Alle Werte, alle Mängel eines Autos werden ausgelesen und landen übers Internet bei den entsprechenden Behörden. Die technische Ausstattung dazu und deren Systempflege „kostet Geld und Nerven“, schmunzelt Michael Gerlach.

Gerlach und Schröder, das sind inzwischen im kaufmännischen Bereich vier Mitarbeiterinnen, zu denen auch Sabine Gerlach zählt, es gibt drei Sachverständige zur Bewertung von Unfallschäden und zehn Prüfingenieure. Einer davon, Firmengründer Michael Gerlach, hat sich inzwischen weitgehend aus dem operativen Geschäft zurückgezogen.

Zu tun hat das Team immer. Ständig gibt es neue Gesetze, die bestimmte technische Prüfungen vorschreiben. Dazu muss stets auch kräftig investiert werden, weil die entsprechenden Prüfgeräte angeschafft oder ausgetauscht werden müssen.

"Die Automobilbranche wird sich dramatisch ändern"

Überhaupt steht das Unternehmen der Rotenburger Jungs, die seit ihrer Jugend befreundet sind und ihre Leidenschaft teilen für alles, was motorisiert fährt, ständig vor Herausforderungen: „Die Automobilbranche wird sich dramatisch ändern“, sagt Michael Gerlach. 

Durch die neuen elektronischen Antriebe würden zum Beispiel bald die Abgasuntersuchungen wegfallen, dafür andere Überprüfungen hinzukommen. Dafür sehen sich Gerlach und Schröder und ihre Mitarbeiter gerüstet. Die Wissensanforderungen seien enorm fortgeschritten, doch nimmt das Team regelmäßig an entsprechenden Schulungen teil.

Ein gutes Betriebsklima („Bei uns hat noch nie jemand von sich aus gekündigt.“) und ein respektvoller, vertrauensvoller Umgang mit den Kunden sind nach Einschätzung von Gerlach und Schröder wichtige Kriterien für den Firmenerfolg – auch bei wachsender Konkurrenz.

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