Zuschlag noch abhängig von Oberfinanzdirektion

Rotenburger Kulturdenkmal für 18.000 Euro versteigert 

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Bedeutendes Kulturdenkmal der Stadt: das Haus Breitenstraße 39 in Rotenburg, eine ehemalige Gaststätte, ist zwangsversteigert worden. Fotos: 

Rotenburg. Für 18.000 Euro hat am Mittwoch ein privater Investor aus Fulda das Rotenburger Haus Breitenstraße 39, eine ehemalige Gaststätte, ersteigert.

Ob er tatsächlich den Zuschlag erhält, ist noch abhängig von der Oberfinanzdirektion in Frankfurt (OFD), die den jetzigen Eigentümer, das Land Hessen, vertritt.

Das Land ist Fiskalerbe des Gebäudes, musste es also übernehmen, als die Erbengemeinschaft das Erbe ausgeschlagen hatte. Der Verkehrswert war auf 180.000 Euro festgelegt. Lehnt die OFD das Gebot ab, muss ein neues Verfahren in Gang gesetzt werden.

Erinnert an die Geschichte: die Hinweistafel überm Eingang.

Bereits vor vier Jahren war es zu einem ersten Zwangsversteigerungstermin gekommen. Damals wie auch in einem weiteren Verfahren 2014 wurde das Mindestgebot nicht erreicht. Es gibt eine ganze Reihe von Gläubigern in diesem Zwangsversteigerungsverfahren. Beim Termin im Amtsgericht Bad Hersfeld war jedoch nur der größte Gläubiger vertreten, der Forderungen von mehr als 143.000 Euro hat.

Der Investor erklärte gegenüber unserer Zeitung, er würde das Gebäude gern wieder herrichten. Einem Gutachten zufolge ginge es dabei um Kosten von etwa zwei Millionen Euro.

Das Haus Breitenstraße 39 ist das älteste Bürgerhaus der Stadt. Das Kulturdenkmal soll etwa 1478 errichtet worden sein. Gebäude und dazugehörige Fläche umfassen etwa 304 Quadratmeter. Sechs Wohnungen und und eine Gewerbenutzfläche sind darin untergebracht. Es steht seit über vier Jahren leer und beherbergte früher eine Traditionsgaststätte.

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