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Rotenburger Kunsthandwerkermarkt lockte zahlreiche Besucher an

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Von: Wilfried Apel

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Hutprobe: Ganz sicher ist sich Martina Dickkopf, die mit ihrem Sohn Frederick mit dem Zug von Kassel nach Rotenburg gefahren ist, noch nicht, ob ihr der von Annika Jericho aus Loshausen genähte Hut gefällt.
Hutprobe: Ganz sicher ist sich Martina Dickkopf, die mit ihrem Sohn Frederick mit dem Zug von Kassel nach Rotenburg gefahren ist, noch nicht, ob ihr der von Annika Jericho aus Loshausen genähte Hut gefällt. © Apel, Wilfried

Herbstlich oder gar advent- oder weihnachtlich ging es am Samstag und am Sonntag beim Rotenburger Kunsthandwerkermarkt eher nicht zu. Zumindest nicht „draußen vor der Tür“, wo so manche Besucherin bei angenehmen Temperaturen auf der Terrasse saß, Kaffee trank, genüsslich Kuchen vom reichbestückten Kuchenbüffet aß und die Sonne genoss.

Rotenburg – Und der Nachbarin schon mal das schöne, gerade erstandene Stück zeigte. So wie Anita Knispel-Heise das tat, die sich ganz schnell in einen von Annika Jericho aus Loshausen angefertigten Schal mit Stulpen verliebt hatte. „Was einem auf den ersten Blick ins Auge fällt, sollte man sich leisten“, schmunzelte die Friedloserin.

Ähnlich sahen es Renate Morzinietz und Brunhilde Sauer aus Lautenhausen sowie Sabine Berkmann aus Ransbach, die mit ihrer Töpfergruppe nach Rotenburg gekommen und fündig geworden waren: „Wir waren „nur“ zwei Stunden da, haben aber mit dem uns Frauen eigenen Blick für das Wesentliche so allerlei gefunden. An jedem Stand gab es wirklich sehr ansprechende und qualitativ hochwertige Sachen.“

Dass Gutes angeboten und verkauft wird, ist eines der Anliegen von Hauptorganisatorin Anke Hanstein, die gut 30 Marktbeschicker eingeladen hatte: „Viele kommen schon jahrelang, manche sind aber auch ganz neu dabei.“ Zu den Neuen zählten Ingo und Jasenka Scheunemann aus Homberg, die Gesticktes auf ihrem im Eingangsbereich des Bürgersaales stehenden Tisch präsentierten.

Für den guten Zweck: Margit Willing (links) aus Rotenburg setzt die von ihrer Mutter Inge Riemann begründete Tradition fort und bastelt und verkauft zugunsten des Elternvereins für leukämie- und krebskranke Kinder Gießen. Gisela Friedel ist das bekannt und deshalb ist sie extra aus Hessisch-Lichtenau angereist.
Für den guten Zweck: Margit Willing (links) aus Rotenburg setzt die von ihrer Mutter Inge Riemann begründete Tradition fort und bastelt und verkauft zugunsten des Elternvereins für leukämie- und krebskranke Kinder Gießen. Gisela Friedel ist das bekannt und deshalb ist sie extra aus Hessisch-Lichtenau angereist. © WILFRIED APEL

Sinnige oder lustige Sprüche etwa, die man sich an die Wand hängen kann, oder auch bestickte Bestecktaschen. Neben den beiden hielt Brigitte Grösser ausgefallene Honigkompositionen wie etwa Walnussmus in Honig bereit. Im Hauptausstellungsbereich fiel einem sogleich die vielfarbige Gebrauchskeramik von Keramikmeisterin Ute Fassold-Günther aus Weißenborn ins Auge.

An der großen Glasfront hatten die Zwillingsschwestern Christiane Stanoschek und Marina Winter wieder ihre selbstgenähte Bärchen- und Schäfchenparade aufgebaut, auf die sogleich die in Argenthal im Hunsrück wohnenden Rotenburg-Besucher Christa und Torsten Pöhler zusteuerten. „Ei, das ist alles hübsch aufgezogen hier, mit viel Liebe, das sieht man“, kommentierte die geborene Rheinhessin, deren Ehemann – ganz untypisch für Ende Oktober – in kurzen Hosen durch die Ausstellung spazierte.

Strumpfprobe: Ingrid Hewing strickt gern und da liegt es nahe, das eine oder andere Exemplar auch zu verkaufen. Ganz im Sinne von Marie-Louise Schmidt, die weiß, wie man Strümpfe strickt.
Strumpfprobe: Ingrid Hewing strickt gern und da liegt es nahe, das eine oder andere Exemplar auch zu verkaufen. Ganz im Sinne von Marie-Louise Schmidt, die weiß, wie man Strümpfe strickt. © Apel, Wilfried

Ingrid Hewing aus Wippershain bot selbstgestrickte Strümpfe an, die das Interesse von Marie-Louise Schmidt aus Rotenburg weckten. Bei Ulrike Schran gab es Schmuck und Dekorationsstücke aus Aluminium-Draht zu kaufen. Die Bad Hersfelderin feierte Marktpremiere, fühlte sich sogleich sehr gut aufgenommen, war mit ihrem Umsatz zufrieden: „Schade, dass es so einen Markt nicht auch bei uns gibt!“ Henner Bösser aus Dautphe bei Marburg lockte mit Seifen, in denen mindestens elf verschiedene Öle enthalten sind. „Sommerwiese“ lief am Samstag am besten – angesichts des Wetters kein Wunder.

An der „Weihnachtsfront“ stand unter anderem der Holzhandwerker Jürgen Monneck, der von Krippen und Krippenfiguren bis hin zu Tannen und Lichterbögen fast alles für die schönste Zeit des Jahres aufgebaut hatte. Bei Esther-Ruth Phieler-Mettelem aus Heinebach gab es ebenfalls Krippenfiguren, hand- und nadelgefilzt. Als Mitbringsel für pflegebedürftige Menschen besonders geeignet erschienen so manchem Betrachter ihre gut in der Hand liegenden halbkugelartige Figuren mit dem Kind in der Krippe, an das man aber an diesem Wochenende noch nicht so richtig dachte.

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