Rotenburger Neujahrsempfang: Flinke Füße und ein Doornkaat

Flinke Füße: Die Kinder- und Jugendtanzformationen der Taps on Fire zeigten irischen Stepptanz. Wer weiter hinten im Publikum saß, hat von den schnellen Schrittfolgen leider nichts mitbekommen – dafür hätten die jungen Tänzerinnen auf einer Bühne stehen müssen.

Rotenburg. Schon zum dritten Mal hat die Stadt Rotenburg zum Neujahrsempfang geladen. Der Bürgersaal am Bahnhof war noch voller als in den Vorjahren. Was es sonst noch gab im Schnellcheck.

Wie lange hat’s gedauert? 

Nach ziemlich genau zwei Stunden war der offizielle Teil über die Bühne, pardon, das Parkett. Denn eine Bühne gab es nicht. Das war vor allem schade, als die Tänzerinnen der Taps on Fire ihre irischen Stepptanzchoreografien zeigten. Denn ihre flinke Fußarbeit konnten nur jene bewundern, die ganz vorne saßen. Die Tänzerinnen trugen übrigens genauso wie Bürgermeister Christian Grunwald dazu bei, dass der gemütliche Teil nicht, wie auf ausliegenden Programmen stand, schon nach 90 Minuten begann. Aber man hat sich bemüht.

Wie war der Jahresrückblick? 

Grunwald ließ das Jahr 2014 Revue passieren. Gut daran: Er beschränkte sich auf eine kleine, abwechslungsreiche Auswahl, anstatt zu allem etwas zu sagen. So erinnerte er daran, dass es die Lispenhäuser mit einer beispiellosen Protestaktion geschafft haben, „ihren“ Briefträger Fritz Schäfer im Ort zu halten.

Neujahrsempfang der Stadt Rotenburg

Und was gab’s Politisches? 

Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch hatte zu Beginn an die wichtigsten politischen Themen erinnert. Einig waren sich Troch und Grunwald in ihrer Kritik an der Steuergeldverschwendung bei der Alheimer-Kaserne, die teuer saniert geschlossen wird: „Dieser Blödsinn muss so schnell wie möglich gestoppt werden“, sagte Grunwald und erntete dafür Zwischenapplaus.

Was bleibt im Gedächtnis? 

Sehenswert war der Auftritt von Elias Apel, der als Horst Schlämmer auftrat und mit dem Bürgermeister gleich einen Doornkaat zwitscherte. Eindrucksvoll die Zahl von fast 1000 Litern Wasserverbrauch pro Minute, als in der Halbzeit des Fußball-WM-Finales ganz Rotenburg geschlossen auf die Toilette ging.

Einen ersten Eindruck von seinem musikalischen Können gab der junge Sänger und Gitarrist Sascha Haag ab, den der Arbeitskreis Nachwuchsmusik aufbot. Leider machte die Soundanlage nicht so ganz mit, aber mit dem Brummen und Rauschen musste nicht nur Haag klarkommen.

Von Marcus Janz

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