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Rotenburger Publikum begeistert von Sport & Show

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Von: Gudrun Schankweiler-Ziermann

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Sport & Show in Rotenburg: Hochkarätige künstlerische Vorstellungen (3) 
Hochkarätige künstlerische Vorstellungen wie dieses Artistenpaar gab es bei der Veranstaltung „Sport & Show“.  © Steffen Sennewald

Ein toller Abend, der richtig Spaß gemacht hat – das war das Fazit von Besuchern nach der ersten von dreimal drei Stunden Sport & Show in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg.

Christian Weghofer (Lispenhausen) und Regina Röse (Bebra) fanden die erste Schau nach langer Corona-Pause „sehr gut“. Das umfangreiche Programm bot nicht nur doppelt so lange wie die meisten anderen Shows beste Unterhaltung. Mit Akrobatik und Artistik, Sport und Comedy, Tanz und Musik war es auch noch höchst abwechslungsreich und getragen von international erfolgreichen Künstlern ebenso wie von talentierten Gruppen aus der Region. So etwa die Rope Skipping Gruppe der MT Melsungen, die die hohe Kunst des Seilspringens auf Händen, Füßen und sogar im Sitzen präsentierte, ohne je den Schwung der Seile zu stören.

Gleich den zweiten Auftritt bestritt die Sportakrobatik der TG Lispenhausen. Mit Salti, eleganten Würfen, tänzerisch-rockig zeigten die Turnerinnen ganz großes Kino, wie das neue Moderatorenpaar Franziska Eberhardt und Stefan Bechstein meinte, das sich an Dirty Dancing erinnert fühlte. Ganz auf das Tänzerische konzentrierten sich die Aktiven der TPC Studios aus Fulda mit ihrer Streetdance-Nummer, die als erster Beitrag nach der Pause ein wenig unterging, weil noch nicht alle Zuschauer wieder auf den Plätzen waren.

Das Programm reihte einen Höhepunkt an den nächsten und hatte von fantastischer Körperbeherrschung bis hin zu richtig witzigen Nummern für jeden Geschmack etwas zu bieten. Zweimal, zu Beginn und am Ende faszinierten die Danish Tumblers, die erst mit kleinem Trampolin und am Schluss auf langer Matte drehend, schraubend und zwei, dreimal durch die Luft wirbelnd ihre Klasse unter den Turnern zeigten, immer begleitet vom rhythmischen Klatschen der 2000 Zuschauer in der dreimal ausverkauften Halle.

Einen wunderschön poetischen Beitrag lieferten die Green Spirits der TSG Hatten Sandkrug bei Oldenburg, die in tollen Kostümen als Erdmännchen und Paradiesvögel eine großartig choreografierte Vorstellung mit Tanz und Akrobatik boten und begeisterten Applaus bekamen. Das gilt auch für die jugendlichen Artisten von Acro La Vida, die auf Matten und zu klassischen Klängen ihre Kunst darboten und dafür immer wieder Szenenapplaus erhielten.

Gleich zwei Auftritte hatte das polnische Paar Pajewski als Duo Focus. Bei dem atemberaubenden „Adagio“ bewegten sich die zwei Körper wie in Zeitlupe, einander umfließend, in vollkommener Körperbeherrschung anscheinend mühe- und schwerelos. Zeitweise wirkten beide wie eine einzige antike Statue.

Quick Change nennt sich die Kunst von Viktor und Elena Minasov aus Moskau, die mit röhrendem Motorradgespann in die Arena rollten und dann in unglaublichem Tempo ihr Outfit wechselten, ohne dass das Publikum eine Ahnung bekam, wie das möglich sein könnte. Ob Elena im Liza-Minnelli-Kleid oder als Marilyn Monroe, Viktor im schwarzen, roten oder silbernen Anzug – sie wechselten die Kleider wie von Zauberhand.

Komik und Turnkunst verbindet die Showturngruppe des Stedinger Turnvereins Berne aus der Nähe von Bremen. Die Turner brillierten als Müllmänner auf dem doppelten Barren eines Müllfahrzeugs und vollführten ihre Kunststücke auf Abfalltonnen. Die beiden Trainer Hannes Ibbeken und Roman Prieb lobten nach der Show die hervorragende Stimmung unter den Akteuren und die tolle Location mit der Göbel Hotels Arena und dem Hotel Rodenberg. Anerkennung zollten sie auch dem Verein Sport und Show und Organisator Hans Handke, der sie in den beiden Corona-Jahren immer wieder angerufen und gefragt habe, ob sie noch Bock hätten: Sie hatten!

Gleiches gilt für die Hula-Hoop-Artistin Inga Schäfer, die mit bis zu fünf Reifen zauberte, sie um Hals, Arme und Beine gleichzeitig rotieren oder wie Bälle wirken ließ – eine der zauberhaften ruhigeren Nummern des Programms. Liv Knoche und Tobias Willasch zeigten Trapez-Artistik zum passenden Titel „Toxic“. Elegant und federleicht präsentierten sie ihre großartige Nummer, die mit entsprechend Applaus bedacht wurde. Seine Comedy-Kunst versteht auch der Hamburger Jens Ohle. Er jonglierte mit Hilfe von Stefan, Andi und Silka aus dem Publikum auf dem drei Meter hohen Einrad mit Schwertern und Fackeln  -  ein großer Spaß für die Zuschauer.

Mit schmissiger Marschmusik bis hin zu Big-Band-Klängen unterhielt der Spielmanns- und Fanfarenzug Rückers die Halle und bot zudem noch variantenreiche Formationen – eine Herausforderung für die rund 50 Musiker. Die Frontsängerin der heimischen Band Bäckside, Katharina Behrens, setzte mit ihrer tollen Interpretation von Tina Turners „Simply The Best“ den fulminanten Schlusspunkt der Show, die nicht nur Karin und Uwe Gernhardt aus Rotenburg ganz einfach „sensationell“ fanden. Hans Handke hatte schon zu Beginn der Veranstaltung versprochen: Am 28. März beginnt der Vorverkauf für die Show 2024. (Gudrun Schankweiler-Ziermann)

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