Facebook-Gruppe mit fast 600 Mitgliedern

Rotenburger Steine: Trend aus Großbritannien schwappt in die Fuldastadt

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Steine verstecken und finden: Ob blaue Maus mit gelben Käse oder brauner Igel – die Rotenburger beweisen bei der Motivwahl viel Kreativität. Auch Sabine Graham (links) und Yvonne Straub spielen mit. 

In Rotenburg sieht man sie zurzeit überall: bunte Steine. Die kleinen Kunstwerke liegen in der Innenstadt, im Schaukelwald und im Schlosspark.

Das Trendspiel ist aus Großbritannien übergeschwappt und wird deutschlandweit gespielt. Viele Rotenburger malen die Steine aus Spaß an und verstecken sie. Wenn ein anderer Spieler einen Stein findet, postet er das Fundstück in der Facebook-Gruppe „Rotenburger Steine“. Danach behält er den Stein oder versteckt ihn an einen anderen Ort. Die Rotenburger Facebook-Gruppe gibt es seit Anfang Juli. Sie hat bereits über 580 Mitglieder.

„Das Spiel macht mir sehr viel Spaß. Und die kleinen Kunstwerke werden immer schöner“, sagt Sabine Graham. Die Rotenburgerin spielt seit Juli mit. Sie hält ihre Augen nach bunten Steinen immer offen. Sie selbst habe zwei selbst bemalte Steine versteckt und ein Exemplar gefunden – auf dem Briefkasten direkt vor ihrer Haustür. „Ich hatte in die Facebook-Gruppe geschrieben, dass meine Suche bis zu dem Zeitpunkt erfolglos war. Wahrscheinlich hatte jemand Mitleid mit mir“, sagt die 55-Jährige.

Der Stein war blau bemalt. Andere Motive reichen von einer Maus mit einem großem Stück Käse oder einem Regenbogen bis hin zu einer Blumenwiese oder einem Igel. Yvonne Straub hat bereits über 30 Steine gefunden. Ob Pilzesammeln im Wald oder Schnäppchen auf Flohmärkten jagen – die 39-Jährige hat ihr Leben lang schon gerne Gegenstände gefunden. 

Die Steine sucht sie immer, wenn sie mit ihrem Hund Gassi geht. „Das Spiel bietet mir eine Abwechslung von der teilweise sehr brutalen Welt, in der wir leben“, sagt die Rotenburgerin. Beim Steinesammeln könne sie voll und ganz abtauchen.

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