Mit Paradefahrt fing’s an

Rotenburger Strandfest mit vielen Geschichtchen

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Beifallsstürme: die löste die Gruppe Dance ‘n’ Fun mit ihren Tänzen aus, darunter eine Balletteinlage, einstudiert speziell für den Heimatabend.  

Rotenburg. Mit einem Festkommers und dem obligatorischen Heimatabend feierte die Stadt Rotenburg am Donnerstag einen runden Geburtstag: 90 Jahre Heimat- und Strandfest.

„Einige Leute aus der Brotgasse und Hinter der Mühle hatten die Idee, einen Bootskorso zu veranstalten. Diese Idee schlug prächtig ein. Die Gäste, die sich in großer Zahl am Abend der ersten Paradefahrt der Boote am Fuldaufer eingefunden hatten und das Schauspiel auf dem Fluss gespannt verfolgten, waren begeistert“, schilderte Birgit Utermöhlen den Ursprung des Festes im Jahr 1927.

Die Bootsbauer hätten den Stadtvätern mächtig eingeheizt, um den Bootskorso mit beleuchteten und geschmückten Booten jedes Jahr zu veranstalten. Mit deren Zustimmung sei schließlich das Strandfest ins Leben gerufen worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei der Name des Festes durch die vielen Vertriebenen mit der Bezeichnung Heimat erweitert worden.

Im Laufe der 1990er Jahre seien immer wieder neu Veranstaltungen hinzugekommen und viele auch wieder gestrichen worden. Eins sei aber von Beginn an bis heute als prägendes Element des Standfestes dabei: der Bootskorso. „In der langen Zeit hat es immer wieder Geschichtchen rund um unser Heimat- und Strandfest gegeben“, sagte Bürgermeister Christian Grunwald bei der Begrüßung der Gäste, darunter Abordnungen aus den Partnerstädten Argentan sowie den Rotenburgs an der Wümme und ob der Tauber. 

Festkommers Strandfest Rotenburg

Von solch einem „Geschichtchen“ berichtete als einer der Festredner Grunwalds Vorgänger Manfred Fehr. Er war bei einer Eröffnung des Festes seiner Zeit voraus gewesen und hatte den Besuchern eine „Frohe Weihnacht“ gewünscht.

Rein in die Stadt

Alt-Bürgermeister Hans-Otto Gleim erinnerte an die Erneuerung des Heimat- und Standfestes 1983 mit der Verlagerung in die Innenstadt, den Aufbau der Stadttore, die Wappenparade und den ersten Heimatabend.

Jean-Paul Alexandre aus Argentan würdigte die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Städten, die nun schon über 40 Jahre andauern. Seine Freundschaft zu Rotenburg untermauerte er mit einem alten Schlager, 1966 gesungen von Franz Beckenbauer: „Gute Freunde kann man nicht trennen.“ Weitere Grüße und Glückwünsche überbrachten Landrat Dr. Michael Koch, Vertreter der Rotenburgs an der Wümme und ob der Tauber sowie Otto Kaiser von den Schaustellern, der auch die Preise an die Sieger des Kinder-Malwettbewerbs verteilte.

Tschüss, Dr. Moog

Beendet wurde der Festkommers mit einer Verabschiedung von Bauhofmitarbeiter Wolfgang Moog. Der Mann, den sie wegen seines blauen Kittels stets den „Doktor“ nennen, erhielt von Bürgermeister Christian Grunwald einen richtigen weißen Doktorkittel, gestiftet vom Kreiskrankenhaus, bestickt aber mit dem Wappen der Fuldastadt.

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