Die Kosten: eine "mittlere fünfstellige Summe"

Vieles neu: Rotenburger Weihnachtsmarkt soll wieder Highlight der Region werden

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Sie sind sich einig über das neue Weihnachtsmarkt-Konzept: von links Dieter Jung vom Kreativteam Jung, Martin Kohl und Ulla Hieronymus vom Vorstand des Weihnachtsmarktvereins und MER-Geschäftsführer Torben Schäfer.

Der Rotenburger Weihnachtsmarkt soll sagenhaft werden – sprichwörtlich: Ein neues Konzept, viel Licht und eben das Thema Sagen sollen der Institution frischen Wind bringen.

Die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft MER und der Weihnachtsmarktverein haben in Zusammenarbeit mit Marketingexperten Dieter Jung entsprechende Ideen ausgearbeitet und nehmen dafür eine „mittlere fünfstellige Summe“ (MER-Geschäftsführer Torben Schäfer) in die Hand. „Der Markt soll wieder zum Highlight der Region werden“, sagt Schäfer.

Er erinnerte daran, dass der Weihnachtsmarktverein aufgrund der städtischen Kassenlage das Projekt viele Jahre lang allein stemmen musste und somit kein Geld zum Reinvestieren übrig blieb. Die MER sei froh, dass der Verein den Markt über Wasser gehalten habe. Jetzt ziehen die beiden Organisationen an einem Strang. Ein Blick auf das neue Konzept: 

Viel Licht am Hauptmarkt

Der Marktplatz erhält eine neue Beleuchtung: Die Gebäudefassaden werden angestrahlt, von der Mitte des Platzes aus strahlt außerdem ein Lichterhimmel: Es wird ein Beleuchtungsbaum aufgestellt, von dem aus Lichterketten in den warmen klassischen Weihnachtsfarben (die ja auch Rotenburger Farben sind) Rot und Grün leuchten. „So etwas gab es bisher in der Region noch nicht“, sagt Dieter Jung. Er selbst kenne Ähnliches nur aus Dortmund.

Die Verkaufsbuden werden mit Märchen- und Sagenmotiven verschönert. Jeder Betreiber konnte sich schon eines auswählen, dekoriert auch entsprechend und trägt passende Kleidung, berichteten Ulla Hieronymus und Michael Kohl vom Weihnachtsmarktverein. Bei etwa zehn Buden werden auch etwa zwei Meter hohe Holzbücher mit beweglichen Märchenfiguren installiert.

Einhorn, Elfe und Weihnachtsbaum: Auch ein neues Logo wirbt für den Rotenburger Weihnachtsmarkt. Um das komplette Bild zu sehen, klicken Sie auf die Pfeile oben rechts. 

Geplant ist weiter ein Märchenkino für Kinder, das in einem Zelt eingerichtet wird. Hier laufen in Dauerschleife abwechselnd vier Märchenfilme aus den 1950er-Jahren.

Besucher machen ein Einhorn-Foto im Eispalast

Das Gelände neben der Jakobikirche wird optisch völlig anders gestaltet: Hier dominieren kalte Lichteffekte – das Thema wird Fantasy sein, die Optik geht in Richtung Eispalast. Das Gelände erreicht man durch ein vier Meter hohes Tor. Dort findet sich auch ein Fotopoint: Besucher können sich auf einem Einhorn in besonderer Landschaft fotografieren lassen.

Für mehrere kleine Fotopoints auf dem Hauptmarkt sorgen auch Franz Mansky und Jürgen Dietrich, die aus Holz Motive fertigen wollen, die sich für besondere Bilder eignen, berichtet Torben Schäfer.

Die Pyramide als Weihnachtsmarktsymbol wird wohl bleiben

In diesem Jahr soll es wieder ein tägliches Programm geben, bei dem sich Chöre und Instrumentalgruppen präsentieren können. Engagiert wurde auch schon ein Pianist, der auf dem Markt mit einem besonderen Klavier Weihnachtslieder spielen wird. Das Programm läuft in enger Absprache mit der Kirche, sagt Torben Schäfer. Während der allabendlichen Andacht gibt es keine Musikveranstaltung auf dem Markt.

Der Weihnachtsmarkt findet vom 6. bis zum 22. Dezember statt. Die Pyramide bleibt voraussichtlich. Zwar endet die Frist der Abstimmung über ihren Verbleib auf Facebook und in der MER-Geschäftsstelle erst am Wochenende, doch zeichnet sich schon ein deutliches Ergebnis für den Erhalt des Weihnachtsmarktsymbols ab.

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