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Rotenburgs neue Freizeit-Attraktion im Test: Mit der Kugel durchs Kottenbachtal

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Von: Carolin Eberth

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Die Beine in die Hand nehmen müssen Spieler, wenn sie ihre Kugel stets mitverfolgen wollen.
Die Beine in die Hand nehmen müssen Spieler, wenn sie ihre Kugel stets mitverfolgen wollen. © Märthe Werder

Passend zum Start der Sommerferien hat die neue Waldkugelbahn in Rotenburg eröffnet. Wir haben die Attraktion getestet und die Kugeln kullern lassen.

Rotenburg – „An die Kugel, fertig, los!“ könnte es künftig öfter vom Rotenburger Hausberg schallen. Denn großer Spaß in der Natur ist für Alt und Jung garantiert bei der Erkundung der neuen Holzkugelbahn, die das Kottenbach- und Heienbachtal verbindet.

Ablaufplan

Das Kugel-Abenteuer kann grundsätzlich von der Rodenbergalm, dem Wildgehege und dem HKZ-Parkplatz gestartet werden, da die Reihenfolge streng genommen keine Rolle spielt. Hier stehen insgesamt vier Kugelbahnautomaten, an denen zu jeder Tages- und Nachtzeit Kugeln für je zwei Euro gekauft werden können. Natürlich kann der kleine Holzball beliebig oft auf der insgesamt rund 2,2 Kilometer langen Strecke durch die zwölf Bahnen gejagt werden, um den Rekord der Freunde oder den eigenen zu toppen. Und das Beste: Die Holzkugel wurde mit einem Piktogramm gebrandet und kann anschließend als Souvenir mit nach Hause genommen oder beim nächsten Besuch wieder mitgebracht werden. Kleiner Tipp: Wer die Distanz mit Kleinkindern und Kinderwagen samt Gepäck nicht hin und zurück laufen will und beispielsweise als Gruppe die Möglichkeit dazu hat, kann auch ein Auto auf der Rodenbergalm stehen lassen und mit einem anderen zum Wildgehege fahren, um die Stationen von dort aus zu durchlaufen, bis man an der Rodenbergalm wieder zu Fuß herauskommt.

Spielspaß

Auf der Strecke – entlang schönster Ausblicke über die Fuldastadt – rollen die Holzkugeln auf den zwölf Waldbahnen nicht einfach nur bergab. An den einzelnen Stationen überwindet die Kugel Labyrinthe, Kuhglocken und viele andere Hindernisse. Durch den abwechslungsreichen Weg entstehen spannende Geräusche und Signaltöne. Wer seine Kugel vom Start bis zum Ziel begleiten möchte, muss dabei jedoch mitunter ziemlich flink durch den Wald sausen – das sorgt für jede Menge Spaß und Action, kann in der natürlichen Umgebung bei Übermut aber natürlich auch zu blutigen Knien führen. An mehreren Stationen können auch zwei Kugeln im Wettbewerb gegeneinander antreten. An der Teamwork-Wippe, der ersten Station am Tiergehege, können sogar vier Personen den Ball gemeinsam durch ein Labyrinth ins Ziel steuern. Wer zwischendurch ein Päuschen einlegen möchte, kann die Ruhe im „Waldbadezimmer“ auf Holzliegen genießen.

Die Reihenfolge

Die hölzerne Attraktion startet offiziell an der Gaststätte am Wildgehege mit dem Mehrgenerationenspielplatz, direkt um die Ecke vom Barfußpfad und dem Waldschwimmbad. Neben dem Gasthaus am Wildgehege gibt es außerdem eine öffentliche Toilette. Die Waldkugelbahn endet an der Rodenbergalm und kann hier am Wochenende mit einem kühlen Getränk als Ausklang verbunden werden. Aber nochmal: die Reihenfolge ist eigentlich zweitrangig.

Hintergrundinfos

Wer in Rotenburg künftig Sätze wie „Ich möchte mit Elli spielen“ hört und sich fragt, wer diese „Elli“ eigentlich ist, sollte wissen, dass damit die Waldkugelbahn gemeint ist. Dafür verantwortlich ist die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft MER, die für die Holzkugeln das Piktogramm entwickelte, das wie ein verschlungenes „Elli“ aussieht. So ist der Spitzname entstanden. Die Elemente der Holzkugelbahn wurden in der Werkstatt von Jörg Hohmeister in Bebra gebaut und immer wieder getestet, bevor sie zur Montage nach Rotenburg gebracht wurden. Für die künstlerischen Elemente war Bildhauer Stefan Michaelis zuständig. Er hat unter anderem auch schon den Bornschisser-Hintern geschnitzt und tobte sich im „Waldbadezimmer“ aus. Das Projekt kostete 200 000 Euro, die Hälfte davon stammt aus Fördermitteln der EU.

Fazit

Gerade für Familien mit Kindern ist die Rotenburger Waldkugelbahn eine sehr empfehlenswerte Attraktion, um Natur, Bewegung und Spaß an einem Nachmittag zu vereinen – und das für vergleichsweise wenig Geld und ganz in der Nähe. Der Kugelspaß dauert zu viert rund zwei Stunden.

Von Carolin Eberth

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