1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra
  4. Rotenburg (an der Fulda)

TG Rotenburg erwartet TV Hersfeld zum Handball-Derby

Erstellt:

Von: Rainer Henkel

Kommentare

der Hersfelder Andreas Krause (in Blau) gegen Maurice Reyer (TG Rotenburg), Handball
Harte Zweikämpfe – so wie hier der Hersfelder Andreas Krause (in Blau) gegen Maurice Reyer (TG Rotenburg) © Friedhelm Eyert

Zweimal konnte das Derby der Handball-Landesliga der Männer zwischen der TG Rotenburg und dem TV Hersfeld wegen Corona-Fällen auf Seiten des TVH nicht stattfinden. Am Samstag (17.30 Uhr) folgt der dritte Anlauf.

Rotenburg/Bad Hersfeld - Christian Weiß, der Trainer des Handball-Landesligisten TV Hersfeld, bringt es auf den Punkt: „Am Samstag wird Handball gespielt. Nicht mehr und nicht weniger“, sagt er. Damit will er allen Diskussionen aus dem Weg gehen, wer vor dem Derby – das nun im dritten Anlauf endlich stattfinden soll – auf wen sauer sein könnte. Oder auch nicht.

„Das alles ist für mich kein Thema. Wir haben zweimal wegen Corona-Fällen in unserer Mannschaft nicht antreten können. Das ist zwar nicht schön. Aber die Gesundheit der Spieler – auch die des Gegners – geht für mich immer vor“, sagt Weiß. Er hoffe deshalb, dass vor dem ohnehin brisanten Duell die Stimmung nicht noch unnötig angeheizt werde.

Robert Nolte, Trainer der TGR und seit langem auch Mitglied beim TVH, sieht das ähnlich. „Es ist halt das Kreisderby“, sagt er. Und betont das gute Verhältnis vor allem der Spieler untereinander. „Wir haben Lust auf Handball“, stellt er klar. Schwierig sei es aber, über mehrere Wochen die Spannung vor einem Spiel aufrecht zu halten. Doch Nolte sagt auch: „Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, bei allem, was los ist in der Welt, kann der Sport sehr viel kompensieren. Er gibt den Spielern die Möglichkeit, zumindest für eine Weile einmal abzuschalten.“

Nolte weiß um die hohe Motivation der Gäste. „Es war für uns eine feine Sache, das Hinspiel in Hersfeld zu gewinnen – genauso motiviert ist der TVH jetzt natürlich, bei uns zu gewinnen. Und vor der Pause waren die Hersfelder im Aufwind. Gerade auf ihre Stärken am Kreis müssen wir aufpassen.“ Luca Hagemann (Operation) fällt aus, auch Timon Groth plagt eine Schulterverletzung. Allerdings hofft die TGR auf den Einsatz von Torwart Drazen Cica, der durch seinen Schichtdienst im Training häufig verhindert ist.

Und der TVH? „Wir haben zwei Wochen so gut wie gar nicht trainieren können und uns nur in Kleingruppen getroffen“, berichtet Christian Weiß, der ehemalige Kreisläufer des TVH. Erst am Dienstag sei man mit zehn Spielern wieder im Verbund eingestiegen. Vier Wochen liegt der beeindruckende 33:20-Heimsieg gegen Wanfried mittlerweile zurück. „Wir haben durch die Corona-Zwangspause unseren Rhythmus verloren und müssen am Samstag das Beste daraus machen“, sagt Weiß.

Youngster Tom Holzapfel ist in Urlaub, weitere Spieler haben für das Wochenende ebenfalls Urlaub geplant, weil derzeit ursprünglich Spielpause bis zum Beginn der Abstiegsrunde am 23. April gewesen wäre. Zwei Akteure leiden noch unter Nachwehen ihrer Infektion, sodass deren Einsätze fraglich seien. Namen will Weiß nicht nennen.

Der Hersfelder Coach erwartet ein umkämpftes Duell mit zwei robusten Abwehrreihen – möglichst ohne unnötige Härte. „Wir wollen eine konsequente Abwehr stellen und schnell und entschlossen ins Umkehrspiel kommen“, verrät der Obersberg-Pädagoge.

Am Rande: Rotenburg hat bislang 7:15 Punkte gesammelt, der TVH, der am 19. März noch in Wollrode ran muss, 5:15 Zähler. Sämtliche Einnahmen des Derbys sollen für Menschen in und aus der Ukraine gespendet werden, teilt Michael Strauchmann aus dem Vorstand der TGR mit. Dazu sollen auch Spendentöpfe aufgestellt werden. Es gilt die 3G-Regelung.

(Rainer Henkel und Sascha Herrmann)

Handball, TG Rotenburg, Trainer Robert Nolte
Trainer Robert Nolte (TG Rotenburg) © Stefan Kost-Siepl

Auch interessant

Kommentare