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Sanierung im Haselgrund: Bodenarbeiten bald abgeschlossen

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Von: Christopher Ziermann

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Der Asphalt wird nach der Sanierung bis zur rechten Hand von Projektleiter Holger Bartnig reichen, die Frostschutzschicht bis zur rechten. Insgesamt wird die Landesstraße künftig zehn bis 15 Zentimeter höher liegen als bislang.
Der Asphalt wird nach der Sanierung bis zur rechten Hand von Projektleiter Holger Bartnig reichen, die Frostschutzschicht bis zur rechten. Insgesamt wird die Landesstraße künftig zehn bis 15 Zentimeter höher liegen als bislang. © Christopher Ziermann

Die Landesstraße im Haselgrund soll stabiler werden und länger halten. Die Arbeiten sind bereits seit Anfang Juni in vollem Gange.

Schwarzenhasel/Lispenhausen – Der Schwerpunkt bei der Sanierung der Landesstraße im Haselgrund liegt auf der Hand: Die Fahrbahn soll diesmal stabiler sein und länger halten. Dafür gibt es verschiedene Ansatzpunkte. Vieles davon ist in den zurückliegenden Wochen seit Beginn der Vollsperrung Anfang Juni bereits passiert.

„Für die Wellen im Asphalt hat die Feuchtigkeit gesorgt, mit der wir es hier an vielen Stellen zu tun haben“, erklärt Holger Bartnig, Projektleiter der Straßenbaubehörde Hessen Mobil. Die ist vor allem in der Aue zwischen Schwarzenhasel und Riedelsmühle eine Herausforderung. Im Bereich des Haselbaches sind die Wiesen neben der Fahrbahn ohnehin feucht, von der anderen Seite kommt das Wasser vom Hang in Richtung Straße.

So viel wie möglich vom Altmaterial der bisherigen Straßen verwendet

Dazu kommt, dass der Untergrund an vielen Stellen bislang aus wenig tragfähigem Material wie Ton, Lehm und Sand bestand. Nach dem Bodengutachten wurde deshalb entschieden, dass auf 50 Zentimeter Tiefe ein Bodenaustausch her muss, sagt Bartnig. Stattdessen liegt dort Hartgestein und Schotter mit großer Körnung. So viel wie möglich wurde dabei vom Altmaterial der bisherigen Straßen verwendet.

Drainagen gab es an der Straße bislang nicht. Nun werden sie von der Firma Strabag angelegt. Die orangenen Zäune markieren den Bereich, in dem die Baumaschinen bewegt werden dürfen.
Drainagen gab es an der Straße bislang nicht. Nun werden sie von der Firma Strabag angelegt. Die orangenen Zäune markieren den Bereich, in dem die Baumaschinen bewegt werden dürfen. © Ziermann, Christopher

Außerdem hat die Firma Strabag nun Drainagen zur Entwässerung angelegt – die gab es vorher nicht. Auch die Fahrsicherheit spielt eine Rolle. Die Fahrbahn war bislang zwischen fünf und 5,50 Metern breit, künftig werden es auf der gesamten Strecke sechs Meter sein. Außerdem hat die Landesstraße in Zukunft weniger scharfe Kurven, erklärt Projektleiter Hartnig.

Im Juni ging es los, Ende November soll alles fertig sein

Für Strabag begann die Großbaustelle mit dem Bau von Ausweichbuchten am Radweg, der während der Vollsperrung für Busse und Taxen freigegeben ist. Es folgte eine Einweisung durch das Regierungspräsidium, bei der unter anderem auf im Sinne des Naturschutzes sensible Bereiche eingegangen wird. Einige Bäume bekommen Bretter als Schutz, orangene Zäune stecken den Bereich ab, in dem Baumaschinen unterwegs sein dürfen.

Die Kanalrohre sind bis direkt vor die Ortseingänge fertig gebaut und werden in diesen Tagen ans bestehende Netz angeschlossen. Direkt daneben liegt das Stromkabel der EAM – der Strom kam bislang über eine Freileitung im Naturschutzgebiet.
Die Kanalrohre sind bis direkt vor die Ortseingänge fertig gebaut und werden in diesen Tagen ans bestehende Netz angeschlossen. Direkt daneben liegt das Stromkabel der EAM – der Strom kam bislang über eine Freileitung im Naturschutzgebiet. © Ziermann, Christopher

Dann ging es im Juni los mit dem Rückbau der alten Kanäle und der Straße, wobei so viel Material wie möglich zur Weiterverwendung zwischengelagert wurde. „Wir arbeiten auf der Baustelle von drei Fronten aus, um den Zeitplan zu schaffen“, sagt Bauleiter Wiegand. Bislang sieht es gut aus: Ende November soll alles fertig sein.

Fünfmal am Tag kommen Lkw mit Material

Weiter ging es mit dem Verlegen der Kanalrohre im Auftrag der Stadt Rotenburg und dem Stromkabel für die EAM. Diese Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Auch der Bodenaustausch ist fast abgeschlossen. Nach der Profilierung geht es mit der am Ende insgesamt 47 Zentimeter hohen Frostschutzschicht aus Schotter weiter – vorher waren es nur zwischen 20 und 30 Zentimetern gewesen. Der Frostschutz wird in mehreren Lagen aufgetragen, die letzte kommt Anfang Oktober. Erst danach beginnen die Asphaltarbeiten.

Das Stromkabel der EAM liegt hier bereits in der Straße. Auf dem Bild zu sehen sind die Strabag-Mitarbeiter Karl Kröger (links) und Marcel Löhr.
Das Stromkabel der EAM liegt hier bereits in der Straße. Auf dem Bild zu sehen sind die Strabag-Mitarbeiter Karl Kröger (links) und Marcel Löhr. © Ziermann, Christopher

Bis zu 15 Mitarbeiter des Bad Hersfelder Standortes von Strabag sind täglich auf der Baustelle. Rund fünfmal am Tag kommen Lkw mit Material. Ein Vorteil: Viel kann direkt aus dem Steinbruch bei Schwarzenhasel geliefert werden. „Wir sind bislang nicht von Lieferschwierigkeiten betroffen und liegen voll in der Zeit“, betont Wiegand. (Christopher Ziermann)

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