Ein Schloss mit Symbolkraft

Ausstellung zur Grenzöffnung in Obersuhl eröffnet

Vorhängeschloss vom Grenzzaun: Horst Fleischmann, links, war 1989 DDR-Grenzoffizier und bewahrte das Schloss auf. Horst Schaub war damals Zollbeamter. Fotos: Meyer

Obersuhl. Den kleinen Gegenstand, ein Vorhängeschloss mit Schlüssel, hat Horst Fleischmann genau 25 Jahre lang aufbewahrt. Seit gestern ist es Teil der Ausstellung zur Erinnerung an die Grenzöffnung im Bürgerhaus in Obersuhl.

Horst Fleischmann war Offizier der DDR-Grenztruppen und am 12. November 1989 damit beauftragt, an der heutigen Gerstunger Autobahnausfahrt einen Grenzübergang einzurichten. Als Fleischmann den Durchgang am Grenzzaun über die Autobahn öffnete, steckte er das Vorhängeschloss hinterher ein - im Bewusstsein der symbolischen Bedeutung des Gegenstands.

Dort, an der Grenze, traf er in diesem Moment den westdeutschen Zollbeamten Horst Schaub aus Obersuhl. Gestern übergab Fleischmann das Vorhängeschloss an Horst Schaub, damit es nach dem Ende der Ausstellung morgen ins Obersuhler Grenzmuseum wandert.

Schaub und Fleischmann waren bei der Ausstellungseröffnung gestern nicht die einzigen Zeitzeugen: Auch Fritz Schäfer aus Obersuhl, Silvio Liebchen, ehemaliger Angehöriger der Grenzkompanie Untersuhl, und die gebürtige Eichfelderin Sieglinde Hupfeld erinnerten sich.

Von Achim Meyer

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