Aus Schub wird Pusch - Besondere Förderung für Hauptschüler

Rotenburg. Nach Auslaufen der Förderung für die Schub-Klassen ( „Schule und Beruf"), steht bei der Jakob-Grimm-Schule (JGS) die letzte Schub-Klasse kurz vor den Abschlussprüfungen.

Da es im vergangenen Jahr noch kein Nachfolgeprojekt für die SchuB-Klassen gegeben hat, wurden sogenannte Übergangsklassen gebildet, die derzeit noch in der Hauptschulklasse H8ü zu denselben Bedingungen arbeiten und die 2016 ihren Abschluss machen werden.

Die Schule bietet seit einigen Jahren erfolgreich einen praxisorientierten Weg zum Hauptschulabschluss an und möchte diesen Weg auch weiterhin mit den neuen Pusch-Klassen gehen. Ab Sommer startet das Nachfolgeprojekt „Praxis und Schule“, kurz PuSch an der JGS. Hier werden die Schülerinnen und Schüler drei Tage in der Woche in der Schule unterrichtet und zwei Tage arbeiten sie in einem Betrieb beziehungsweise besuchen im ersten Halbjahr der Klasse 8 auch die Berufsschule.

Nach zwei Jahren (Klasse 8 und 9) nehmen sie ebenfalls an den zentralen Hauptschulabschlussprüfungen teil. Viele der bisherigen Schub-Schüler hätten durch ihr Praktikum zum Ende der Klasse 9 bereits einen Ausbildungsvertrag in der Tasche und steigen danach mit Hauptschulabschluss direkt in eine Ausbildung ein, teilte Heike Schütz, die Leiterin des Haupschulzweigs mit.

Die enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis, Unterricht in Lernbereichen, kleine Klassen und die Begleitung durch eine Sozialpädagogin sind laut Schütz nur einige der besonderen Aspekte, die auch für die kommenden Pusch-Klassen gelten.

Info-Veranstaltung 

Eine Informationsveranstaltung zum Thema PuSch-Klasse findet am Mittwoch, 6. Mai, um 19 Uhr am Standort der Schub-Klassen in der ehemaligen Heienbachschule in Rotenburg statt. Eingeladen zu der Veranstaltung sind alle Schüler, Eltern sowie interessierte Lehrkräfte. Eine Anmeldung wird bis zum 30. April erbeten. Das Schub-Team bietet auch Einzelberatungstermine an. (red/ank)

Kontakt: Sozialpädagogin Iris Schulte, Telefon06623/12184. Hauptschulzweigleiterin Heike Schütz, 06623/8075.

Hintergrund: Förderung bei Problemen in der Schule

Ziel von „Praxis und Schule“, kurz PuSch ist es, abschlussgefährdete und förderbedürftige Jugendliche durch gezielte sozialpädagogische Begleitung zum Hauptschulabschluss und weiter zur Ausbildungs- und Berufswahlreife zu führen. Dabei ist das hessische Projekt in zwei Teile gegliedert:

• Förderung von Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I an allgemeinbildenden Schulen

• Förderung von Schülern ohne Hauptschulabschluss an beruflichen Schulen

Das Projekt wird finanziert durch das Land Hessen und den Europäischen Sozialfonds. Projektstart für das Förderprogramm ist der 1. August.

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