Shiregreen bastelt im Rotenburger Toolhouse-Studio an einem neuen Album

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Entspannte Atmosphäre: Klaus Adamaschek (von links), Tom Eriksen, Frank Schäfer und Paul Adamaschek schaffen im Rotenburger Tonstudio Toolhouse die Grundlagen für neue Shiregreen-Songs.

Rotenburg. Die vier Musiker von Shiregreen stehen derzeit in Rotenburg vor den Mikros. Im Toolhouse-Studio entsteht derzeit das neue Album der Band.

Wer braucht schon viele Worte, wenn man die Musik hat. Die vier Musiker, die in dem geräumigen Tonstudio zusammensitzen, reden jedenfalls nicht viel. Einzelne Worte, für den Außenstehenden schwer zu entschlüsseln, und ein paar Gesten genügen, dann spielt die Musik. Was hier gerade im Rotenburger Toolhouse-Studio entsteht, wird Teil des neuen Albums des Rotenburger Musikers Klaus Adamaschek alias Shiregreen.

Trotz der vielen Technik, der herumliegenden Kabel und der hüfthohen Schallschutzwände strahlt der Aufnahmeraum Behaglichkeit aus: Da ist der hölzerne Fußboden, Natursteine an den Wänden und Teppiche. Die Musiker kennen einander, und sie fühlen sich wohl. Gerade wird die Grundlage für ein paar Songs geschaffen. Nur Klaus Adamaschek und sein Freund Tom Eriksen mit Gitarren, Adamascheks Sohn Paul am Bass und Schlagzeuger Frank Schäfer sind hier versammelt. In späteren Produktionsschritten werden Musiker die Songs mit Violine, Querflöte oder Pedal Steel Gitarre verfeinern.

Die Emotion einfangen: Beray Habip (rechts) kümmert sich bei den Aufnahmen um die Technik. Zwischendurch bespricht er sich mit Musiker Klaus Adamaschek.

Auch wenn hier, direkt im Studio, das Schlagzeug viel zu laut und Adamascheks Stimme viel zu leise klingt: Das gerade eingespielte Stück ist eindeutig ein Shiregreen-Song. „From here till Dawn“ heißt es, es klingt nach Sehnsucht und handelt von der Suche nach dem richtigen Leben. Schon in seiner Basis-Version spiegelt es die für Adamaschek typische Auslegung des amerikanischen Folk wider. Später wird unter anderem noch ein kleiner Chor das Lied einleiten.

Hinter einem großen Glasfenster sitzt Toningenieur Beray Habip vor tausenden Reglern und mit der Musik pulsierenden Lichtern. „Das war minimal wackelig“, sagt er ins Mikrofon und gibt den Musikern so eine Rückmeldung. Also nochmal. Der 31-Jährige fühlt sich hier dafür verantwortlich, dass die Musiker sich von der vielen Technik nicht stören lassen. „Es geht darum, dass die Emotion rüberkommt“, sagt er. Schon am letzten Shiregreen-Album war er beteiligt und weiß daher: „Mit den Jungs ist das entspannt.“

Doppelalbum in zwei Sprachen 

Am Ende soll ein Doppelalbum mit doppeltem Namen stehen. „Earthbound Songs/ Traumwandler“ wird es heißen und zwei unterschiedliche Facetten von Adamaschek wiederspiegeln: Seine Wurzeln in der deutschsprachigen Liedermacherkunst einerseits und seine Liebe zum amerikanisch geprägten Folk andererseits. Prägend für das Album wird daneben vor allem die große Anzahl an eingebundenen Musikern und Instrumenten sein. Zwölf Musiker sind beteiligt, darunter Sängerin Marisa Linß.

Das Album erscheint am 28. April bei DMG Germany. Um das Album vorzustellen, wird Klaus Adamaschek Konzerte geben. Die ersten finden am 4. März im Rotenburger Bürgerzentrum und am 3. April im Theaterstübchen in Kassel statt.

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