"50 Days on the Road“

Konzert im Wasserwerk: Shiregreen stellte in Rotenburg neues Album vor

+
Fünf Freunde müsst ihr sein: Die Band Shiregreen mit (von links) Lukas Bergmann, Sascha Schmidt, Paul Adamaschek, Marisa Linß und „dem alten Mann mit den grauen Haaren an der Gitarre“ Klaus Adamaschek.

In Wohnzimmer-Atmosphäre stellte die Band „Shiregreen“ bei einer öffentlichen Generalprobe und einem Konzert am Wochenende in Rotenburg das neue Album „50 Days on the Road“ vor.

Bei der Präsentation des neuen Werks von Liedermachers Klaus Adamaschek erfüllten Gitarren-, Geigen- und Akkordeonklänge das alte Wasserwerk der Fuldastadt.

Es war ein visueller und musikalischer Roadtrip durch die Weiten des amerikanischen Westens, hinein auch in die Abgründe des amerikanischen Albtraums. Dank vieler beeindruckender Fotos von Angelika Adamaschek konnten die knapp 100 Zuhörer der beiden Konzerte die jüngste USA-Reise der beiden Rotenburger miterleben. „Wir wollten sehen, was Donald Trump in seiner Amtszeit angerichtet hat, wie sich die Seele Amerikas verändert hat“, berichtete Klaus Adamaschek. Auf einer gebrauchten Gitarre, die Adamaschek in einem Pfandhaus zwischen Gewehren und Pistolen entdeckt hatte, sind die 14 neuen Songs, meist abends auf der Veranda von heruntergekommenen Motels, als eine Art Tour-Tagebuch entstanden.

„Wir haben überall viel Wut über Trump gespürt, aber auch eine gewisse Mutlosigkeit bei seinen politischen Gegnern“, erzählte der Liedermacher, der im Song „Dear Mr. President“ Trump mit der Mundharmonika wütend den Marsch bläst.

Liebe zu den USA, Abneigung gegen die Politik

Nicht nur in diesem Song spürt man die innere Zerrissenheit des Liedermachers zwischen seiner Liebe zu den USA, der Musik, den vielen großartigen Menschen, der grandiosen Natur und der Abneigung gegen die derzeitige Politik. Trotzdem bleibt bei allem Frust über Trump und andere „Cowboys, Spieler und alte Geister“, die Shiregreen in seinen zuhörenswerten Songs besingt, die Spielfreude nicht auf der Strecke.

Das ist das Verdienst der famosen Band mit Paul Adamaschek an der Gitarre, Lukas Bergmann aus Niederellenbach an der Geige, Sascha Schmidt aus Ronshausen am Akkordeon und E-Piano und natürlich von Sängerin Marisa Linß auf der „Kistentrommel“ Cajón, die mit ihrer wunderbar-klaren Stimme „Shiregreen eine ganz neue Facette gegeben hat“, wie Adamaschek selbst feststellte. Oft spielten die Musiker mit geschlossenen Augen und wirkten dabei wie versunken in den Weiten des Wilden Westens. Nach zweieinhalb Stunden und viele Meilen „on the road“, längst war der Funke übergesprungen, sangen und klatschten dann alle den Titelsong zu einem furiosen Finale.

Weitere Konzerttermine sind am Mittwoch, 11. März, ab 19 Uhr im Stadtcafé Hünfeld, am Donnerstag, 4. Juni, ab 20 Uhr im Theaterstübchen Kassel und am Samstag, 26. September, ab 20 Uhr im Buchcafé in Bad Hersfeld. Die CD ist für 15 Euro erhältlich. Infos unter www.shiregreen.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.