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Mareike Dorfschäfer ist die neue Klinikpfarrerin in Rotenburg

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Von: Susanne Kanngieser

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Mit den Menschen unterwegs: Pfarrerin Mareike Dorfschäfer ist seit 1. März als evangelische Seelsorgerin im Kreiskrankenhaus und im Herz- und Kreislaufzentrum tätig. Später wird sie noch das Hospiz in Rotenburg seelsorgerisch betreuen.
Mit den Menschen unterwegs: Pfarrerin Mareike Dorfschäfer ist seit 1. März als evangelische Seelsorgerin im Kreiskrankenhaus und im Herz- und Kreislaufzentrum tätig. Später wird sie noch das Hospiz in Rotenburg seelsorgerisch betreuen. © Susanne Kanngieser

Pfarrerin Mareike Dorfschäfer ist seit 1. März als evangelische Seelsorgerin im Kreiskrankenhaus und im Herz- und Kreislaufzentrum.

Rotenburg –Sie hat dort die Nachfolge von Gerlinde Rothhardt angetreten, die im November in Ruhestand gegangen ist.

Ihr wacher und offener Blick sagt allein schon einiges aus über die Frau, die seit 1. März als evangelische Seelsorgerin im Kreiskrankenhaus und im Herz- und Kreislaufzentrum tätig ist: Bei Pfarrerin Mareike Dorfschäfer, die später noch das Hospiz in Rotenburg seelsorgerisch betreuen wird, spürt man auf Anhieb ihre Freude, mit Menschen unterwegs zu sein.

Ansprechpartnerin sein möchte die 37-Jährige für Patienten und Mitarbeiter gleichermaßen. Sie weiß, unter welchen Belastungen das Pflegepersonal oft steht. Und das nicht erst seit der Pandemie. „Es herrscht großer ökonomischer Druck im Pflegebereich“, weiß die Pfarrerin, deren Mutter und Großeltern auch in der Krankenpflege tätig waren.

Schon früh hat sie sich dafür interessiert, wie Krankenhäuser „funktionieren“ und wie zwischen Medizin und Ökonomie beispielsweise das richtige Maß gefunden werden kann. Seit Anfang März hat sie mit der halben Stelle, die ihr als Seelsorgerin von der Landeskirche übertragen wurde, bereits erste Spuren hinterlassen: Mareike Dorfschäfer hat Kontakte geknüpft, Gespräche geführt, Handzettel an Mitarbeiter verteilt und hin und wieder einem Geburtstagskind mit einer kleinen Aufmerksamkeit gratuliert.

Nur im Büro zu sitzen ist ihre Sache nicht. Sie geht auf die Stationen, zu den Patienten und Mitarbeitern, in die Cafeteria oder unterhält sich „auch gerne mal zwischen Tür und Angel“. Für die sympathische Pfarrerin müssen es nicht die großen Gottesdienste oder Veranstaltungen sein, um Menschen zusammenzubringen. „Es müssen auch nicht immer besonders starke Themen sein. Manchmal sind es die alltäglichen Dinge, die verärgern, traurig machen oder erfreuen“. Der Seelsorgerin geht es um „das Eigentliche, das den Menschen ausmacht und um das Wohlbefinden gerade in diesem einen Moment“.

Pfarrerin Dorfschäfer hat den ganzen Menschen im Blick – stets vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens. „Wenn jemand ein Gespräch führen möchte, bin ich da. Losgelöst von allen Konfessionen“. Gut vernetzt kann Mareike Dorfschäfer auch Verbindungen herstellen zu Organisationen, sozialen Einrichtungen im Landkreis oder anderen Gemeinden.

In der Pflegeberufsschule unterrichtet sie für Absolventen des ersten Lehrjahrs das Thema „Christliche Anthropologie“ und im dritten Lehrjahr geht es um den Umgang mit Sterben und Tod.

Enorme Bedeutung haben für die Seelsorgerin die zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich auch in Kliniken und Krankenhäusern engagieren. Prädikanten oder Lektoren zum Beispiel, die Gottesdienste halten oder mitmenschliche Begegnungen schaffen. „Ohne sie und all die anderen, die mithelfen, geht es nicht“, ist das Credo der dreifachen Mutter. „Ich bin sehr dankbar für ihre tatkräftige Mitarbeit und freue mich über jeden, der sich einbringt“.

Ihr zweiter Arbeitsplatz ist seit September das Kirchspiel Alheim-Braach. Hier unterstützt sie Pfarrerin Svenja Koch und Pfarrer Dirk Kroker und ist übergemeindlich tätig. Unter anderem ist sie verantwortlich für Konfirmanden und den Gemeindebrief. Mit den Kolleginnen und Kollegen aus Bad Hersfeld organisiert sie für Konfirmanden Freizeit- und Projekttage wie das Kreiskonficamp inklusive des inzwischen traditionellen Fußball-Turniers „Konfi-Cup“.

Ihre Wünsche für ihre berufliche Zukunft? „Dass ich Fröhlichkeit bewahre, immer neue Freude am Glauben habe und dass ich für die Menschen da sein kann“.

Zur Person

Pfarrerin Mareike Dorfschäfer (37) ist in Bad Hersfeld geboren und verbrachte ihre Kindheit in Friedlos. Nach ihrem Abitur auf dem Obersberg führte sie ihr Weg zur Kirchlichen Hochschule nach Bethel. 2003 lernte sie ihren späteren Ehemann Michael Dorfschäfer kennen. 2007 wurde standesamtlich geheiratet. Die kirchliche Hochzeit fand 2008 statt. Von 2004 bis 2009 studierte sie Theologie in Marburg. Ihr Vikariat begann 2010 in der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck und endete inklusive zwei Elternzeiten 2014. Von dieser Zeit bis September 2021 sammelte sie in verschiedenen Kirchengemeinden des Altkreises Rotenburg Erfahrungen. Das Pfarrer-Ehepaar hat drei Töchter: Emma-Sophie (elf Jahre), Pauline (neun) und Josephine (zwei Jahre). (Susanne Kanngieser)

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