Rotenburg: Kein Besuch in der Kaserne

So geht die Flüchtlings-Aufnahmeeinrichtung mit Corona um

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Die Alheimer-Kaserne in Rotenburg ist eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

In der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen gab es den ersten Corona-Fall. Wie geht die Rotenburger Einrichtung mit Corona um?

Aktuell sind hier 422 Menschen untergebracht, teilte das zuständige Regierungspräsidium Gießen auf Anfrage mit. Bislang gibt es demnach keinen Verdachts- oder Krankheitsfall.

Im Ankunftszentrum Gießen würden alle Anstrengungen unternommen, infizierte Menschen zu identifizieren und separat in Gießen unterzubringen, erklärte Pressesprecher Thorsten Haas. 

Betroffene bleiben auch in Gießen. An den Standorten, also auch in Rotenburg wurden Vorsorgemaßnahmen getroffen.

Die Essensausgabe zum Beispiel, wurde neu geregelt. Die daran Teilnehmenden würden in mehreren Schichten und Räumen versorgt. Die Bewohner würden durch Aushänge in verschiedenen Sprachen auf die einzuhaltenden Hygienemaßnahmen hingewiesen. 

Das Land Hessen stelle fortlaufend mehrsprachig weitere Informationen zur Verfügung. Fast alle Bewohner hätten aber auch eigene Informationsmedien.

Besuche sind in der Erstaufnahmeeinrichtung nicht mehr gestattet, damit das Virus nicht von außen in die Einrichtung getragen wird. Das bedeutet, dass auch alle ehrenamtlichen Tätigkeiten und Gruppenangebote inzwischen eingestellt wurden. 

Auf die Grundbetreuung der Bewohner habe dies jedoch keine Auswirkungen, versicherte der Pressesprecher.

In der Erstaufnahmeeinrichtung im thüringischen Suhl war am vergangenen Wochenende ein frisch angekommener Bewohner positiv auf das Virus getestet worden. 

Der Mann wurde anschließend in Isolation gebracht, die gesamte Einrichtung mit rund 530 Bewohnern wurde unter Quarantäne gestellt.

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