Spätes Tor entscheidet zu Gunsten von SuFF Raßdorf

Hönebach unterliegt im Wildecker Lokalderby 2:3 

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Der Glücklichere setzte sich durch: Und das war SuFF Raßdorf, dessen Kapitänin Kerstin Müller (rotes Trikot) hier versucht, an ESV Hönebachs Vanessa George vorbeizukommen. Carina Dach (rechts) bleibt da nur die Zuschauerrolle. 

Richelsdorf. In der Fußball-Gruppenliga Fulda der Frauen musste sich der ESV Hönebach im Wildecker Lokalderby beim Rivalen mit 2:3 geschlagen geben.

Es war ein etwas glücklicher Heimsieg der Gastgeberinnen. „Wir brauchen die Köpfe nicht hängen zu lassen“ - es hätte eigentlich keinen Verlireer geben dürfen, meinte ESV-Coach Michael Wirf. Mit dieser Einschätzung lag er richtig.

Erst nach der schnellen Führung durch Theresa Bode fanden die Gastgeberinnen besser ins Spiel. „Da waren wir noch nicht auf dem Platz“, ärgerte sich Raßdorfs Trainer Wolfgang Adam über den frühen Rückstand. Ann-Kathrin Schäfer, die sich mit Dana Sandrock über die gesamte Spielzeit packende Zweikämpfe gelieferte, war der Ausgangspunkt zur Wende. 

Zunächst hatte sie Pech bei einem Freistoß, den Keeperin Elisa Gebauer über die Querstange lenkte (16.). Auch bei ihrem strammen Schuss aus kurzer Distanz fand Schäfer in Gebauer, die später verletzt ausschied, ihre Meisterin. Die Torfrau klärte zur Ecke, die Schäfer dann aber direkt zum 1:1 vewandelte (35.).

Nach dem Wechsel verpassten Kimberly Klein und Kerstin Müller die Raßdorfer Führung. Auf der Gegenseite zeigte sich Caroline Heinzerling bei Nadine Reidts Freistoß auf dem Posten. Die Gastgeberinnen erarbeiteten sich nach einer Stunde eine optische Überlegenheit, die zunächst ohne Ertrag blieb. 

Per Elfmeter schaffte Kimberly Langlotz dann doch das 2:1 endlich die Führung (67.). Klein war im Strafraum nach einem Solo durch Viola Heß gestoppt worden. „Es war ein Elfer“, räumte die ESV-Kapitänin ein.

Nicht aufgesteckt

Der ESV gab sich nach dem Rückstand nicht auf. Bode scheiterte nach schönem Doppelpass mit Sandrock noch an an Heinzerling. Doch Laura Kerst spitzelte nach einer Ecke von Pia Hörschelmann den Ball dann doch zum 2:2 über die Linie (82.). 

Damit nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. Die Antwort der Gastgeberinnen:Schäfers Freistoß wurde lang und länger und landete schließlich zum 3:2-Siegtreffer hinter ESV-Ersatzkeeperin Klöckner im Netz (84.).

„Die kämpferische Einstellung hat gestimmt, und das Team hat sich den Sieg verdient“, lautete Adams Fazit. Sein Pendant sprach dagegen von einer unglücklichen Niederlage. 

„Vorne fehlte zu oft der entscheidende Pass. Für unsere ordentliche Leistung haben wir uns nicht belohnt“, trauerte Wirf vor allem den vergebenen Möglichkeiten bei Standards nach.

Von Thomas Becker

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