Sportvereine freuen sich über viele Interessenten am Bogenschießen

Rotenburg. Ein Erfolgserlebnis ist fast jedem Anfänger beschieden: Lautlos saust der Pfeil durch die Luft und bleibt in den farbigen Ringen der Zielscheibe stecken.

Spätestens nach dem dritten Schuss aber macht sich die fehlende Muskulatur bemerkbar, die Konzentration reicht nicht aus, der Pfeil zittert und landet in der weißen Plane, weit neben dem Ziel.

Fast wie Meditation 

Harald Röhn gehört zu denen, die seit einigen Monaten im Rotenburger Schützenhaus im Kottenbachtal das Bogenschießen trainieren und dabei jede Menge Erfahrung gesammelt haben. Die Konzentration, sagt Röhn, ist nicht nur ein Erfordernis, sondern sie stellt sich beim Üben auch ein, fast wie bei der Meditation.

Wer mit Wut im Bauch nach der Arbeit ins Schützenhaus fährt, der ist nach kurzer Zeit entspannt, wenn er im festen Stand mit leicht gespreizten Beinen denselben Bewegungsablauf Mal für Mal wiederholt und seinen Rhythmus findet. So erklärt es Harald Röhn. Mancher Schütze hat schon so viel Fertigkeit entwickelt, dass nach kurzer Zeit ein ganzes Bündel von Pfeilen eng beieinander in der knapp 20 Meter entfernten Scheibe steckt.

Mit Philipp Hellstern haben die Rotenburger Bogenschützen sogar schon einen Kreismeister hervorgebracht. Jakob Hellstern wurde Schüler-Kreismeister, und Sabine Kleinicke holte den Titel der Vizekreismeisterin.

Dass die Rotenburger Schützen akribisch an ihrer Technik feilen und sich dabei konzentrieren, heißt aber nicht, dass im Training nicht miteinander gesprochen werden darf.

Ungezwungenes Miteinander 

Die Bogenschützen haben Spaß nicht nur am Sport, sondern auch am ungezwungenen Miteinander. In der kurzen Zeit, schwärmt Michael Heßler, „sind wir so eine tolle Gemeinschaft geworden“. Und die fröhliche Gruppe ist offen für neue Mitglieder und lädt diese ausdrücklich zum Training ein. Das findet dienstags ab 18 Uhr und freitags ab 16 Uhr statt.

Von Achim Meyer 

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