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Stadt Rotenburg übernimmt Weihnachtsmarkt

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Von: Christopher Ziermann

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Die Pyramide ist ein Markenzeichen Rotenburgs. Archivfoto: Silke Schäfer-Marg
Die Pyramide ist ein Markenzeichen Rotenburgs. © Silke Schäfer-Marg

Die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Rotenburg übernimmt die Weihnachtsmarktorganisation, nachdem die Preise für den Weihnachtsmarktverein unerschwinglichen geworden waren.

Rotenburg – Der Rotenburger Weihnachtsmarkt findet dieses Jahr erstmals unter der Federführung der Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Rotenburg statt. Die MER, hundertprozentige Tochter der Stadt Rotenburg, springt ein für den Weihnachtsmarktverein, in dem sich die Marktbeschicker seit 2003 selbst organisiert hatten. Das teilt MER-Geschäftsführer Torben Schäfer mit.

Bislang hatte die Veranstaltung auf dem Marktplatz stets drei Wochen ohne Unterbrechung stattgefunden. Diesmal ist der Weihnachtsmarkt dreimal von Donnerstag bis Sonntag geöffnet.

Für den Verein ist die Organisation wegen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr leistbar, erklärt der Vorsitzende Martin Kohl auf Nachfrage. Die Planungsunsicherheit bezüglich möglicher Corona-Auflagen, gestiegene Kosten – und vor allem die Gema nennt Kohl als Gründe. „Wir hatten in den vergangenen zwei Jahren als Verein keine Einnahmen. Kosten wie die Miete für die Unterbringung der Buden liefen aber weiter. Wenn wir den Markt noch mal selbst organisiert hätten, hätten wir gnadenlos draufgelegt.“

Rotenburg: MER rechnet mit Kosten von 8000 bis 10 000 Euro

Bis 2019 waren laut Kohl rund 1100 Euro Gema-Gebühren die Regel. Dann stiegen die Forderungen auf das Zehnfache, auch nach anwaltlicher Unterstützung blieb es immer noch bei 6000 Euro. Vor einigen Wochen habe man das Gespräch mit der MER gesucht und sei sehr froh, mit Torben Schäfer und seinem Team zusammenarbeiten zu können. Die meisten bekannten Standbetreiber sind auch dieses Jahr dabei. Der Verein wird allerdings zum Jahresende aufgelöst. Als Nachfolge wird eine Interessengemeinschaft ins Leben gerufen. Die Organisation des Marktes wird aber auch künftig bei der MER bleiben, sagt Schäfer.

Die „abgespeckte“ Version, in der der Markt während der gewöhnlich eher schwächer besuchten Tage Montag bis Mittwoch geschlossen bleibt, soll nach Möglichkeit eine einmalige Sache sein. Auch für die MER sind die Energiekosten in diesem Jahr ein großer Faktor. Der sorgt zum Beispiel auch dafür, dass der Karussell-Betreiber abgesagt hat. Der Markt wird sich großteils aus Buden mit Essen und Getränken zusammensetzen. Das genaue Programm wird in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Schäfer rechnet für die MER mit Kosten von – im schlimmsten Fall – 8000 bis 10 000 Euro.

In Bad Hersfeld ist für den Weihnachtsmarkt schon länger das Stadtmarketing verantwortlich. Die diesjährige Planung sei das nächste Großevent, dem man sich nach dem Lullusfest widmen werde, so Stadt-Pressesprecher Meik Ebert auf Nachfrage. (Christopher Ziermann)

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