Unwetter

Starkregen sorgt in Rotenburg für Überschwemmungen und vollgelaufene Keller

Vollgelaufen: Ein Feuerwehrmann pumpt unter der Unterführung an der Brücke der Städtepartnerschaft in Rotenburg das Wasser von der Straße.
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Vollgelaufen: Ein Feuerwehrmann pumpt unter der Unterführung an der Brücke der Städtepartnerschaft in Rotenburg das Wasser von der Straße.

Heftiger Regenfall hielt am Mittwochnachmittag die Rotenburger Feuerwehr auf Trab. Sie musste etliche Keller leerpumpen. Insgesamt war die Feuerwehr 41 Mal im Einsatz.

Rotenburg – Um 17.30 Uhr wurde die Feuerwehr erstmalig alarmiert – in die Richard-Wagner-Straße. Zehn Minuten später sei das Unwettermodul aktiviert worden, berichtet der Sprecher. Das heißt, dass die Zentrale für örtliche Einsätze besetzt wurde.

Besonders betroffen waren die Bürgerstraße, Badegasse und die Straße Am Ring. Die Orte seien von den Feuerwehrleuten der Rotenburger Wachen zügig abgearbeitet worden, sagt der Sprecher. Die Feuerwehr nutzte Pumpen und Wassersauger. So konnte sie das Wasser schnell aus den Kellern entfernen. „Nach zweieinhalb Stunden waren die Arbeiten an den Schwerpunkten erledigt“, meldet die Feuerwehr.

Besonders betroffen von den Unwetterfolgen war in Rotenburg unter anderem die Bürgerstraße (Foto).

Einsatzgrund in den meisten Fällen vollgelaufene Keller

In der Borngasse folgte ein besonderer Einsatz: Dort hatten sich an einem Flachdach die Dachabläufe verstopft. Die Wassermassen liefen daraufhin ins Treppenhaus. Mithilfe einer Drehleiter reinigten die Feuerwehrleute die Dachabläufe.

In 36 von 41 Fällen waren vollgelaufene Keller der Einsatzgrund, so die Leitstelle des Landkreises. Auf der B 62 stürzte bei Friedewald gegen 18 Uhr ein Baum um. Sonst waren Schlamm, Geröll und Überschwemmung der Grund auszurücken. Im Bebraer Gewerbegebiet wurden nach Polizeiangaben zudem fünf Kanaldeckel hochgedrückt.

Verstopft: Auf diesem Flachdach an der Borngasse setzte die Feuerwehr die Drehleiter ein.

Auch Unterführung an der Brücke der Städtepartnerschaft war überschwemmt

Erschwert wurde der Feuerwehr-Einsatz, weil auch die Hauptverbindung zu den Einsatzorten überschwemmt war. In der Bahnunterführung an der Brücke der Städtepartnerschaft hatte sich Wasser angesammelt. Die Feuerwehr musste den Bereich komplett sperren. Die Polizei berichtet, dass sich dort drei Autofahrer ihre vorderen Nummernschilder abfuhren. Der Polizei gelang es. die Schilder zuzuordnen und sie den Betroffenen zu übergeben. Die Feuerwehr blickt nach eigenen Angaben zufrieden auf die Einsätze zurück. Man habe trotz der 18-monatigen Übungsunterbrechung wegen Corona besonnen gearbeitet. Lob habe es aus der Bevölkerung gegeben, sagte der Sprecher in Rotenburg. Zwar seien die Betroffenen erschrocken und aufgeregt gewesen ob des vielen Wassers. Später habe es jedoch geheißen: „Danke Feuerwehr, dass ihr geholfen habt.“ (Paul Bröker)

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