Stühle aus Badewannen und Stahlskulpturen

Sterkelshäuser schafft Kunstwerke aus Schrott

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Ob Skelett, Adler oder Kobra: Uwe Möller kennt bei der Auswahl seiner Motive keine Grenzen. 

Uwe Möller macht Kunst aus Schrott. Für seine Dinosaurier, Drachen und Skorpione verwendet er Stahlabfälle. Doch in seiner Werkstatt entstehen noch andere Kunstwerke. 

Ein monströser Mini-Dinosaurier bewacht zähnefletschend das Terrain. Eine Kobra in aufgerichteter Haltung hat jeden Gast fest im Blick. Und ein grinsendes Skelett grüßt freundlich Passanten. Der Garten von Uwe Möller in Sterkelshausen wirkt auf den ersten Blick wie ein Gruselkabinett. Die Skulpturen hat der 59-Jährige selbst gebaut. 

Möller verwandelt seit über zehn Jahren Schrott in Kunst – mit viel Liebe zum Detail. „Mir macht es Spaß, etwas mit meinen eigenen Händen zu schaffen“, sagt der gelernte Maschinenschlosser.

Ein Tyrannosaurus Rex bewacht den Garten.

Für die Skulpturen in seinem Garten hat der Sterkelshäuser Cortenstahl verwendet. Denn der wetterfeste Baustahl rostet nur an der Oberfläche und zersetzt sich nicht. Möller dekoriert mit den Kunstwerken nicht nur seine eigenen vier Wände. Er verkauft die Skulpturen oder verschenkt sie an Freunde.

Möller setzt sich keine Grenzen

Ob Oldtimer, Skorpione oder Doppeldecker-Flieger im Sturzflug – Möller kennt bei der Auswahl seiner Motive keine Grenzen. Aktuell baut er einen bedrohlich wirkenden Drachen. 200 Einzelstücke muss er zusammenfügen, bevor das Fabelwesen Gestalt annimmt. 

Ein Doppeldecker-Flieger im Sturzflug.

Arbeitsdauer: rund fünf Stunden. Die Zeit nimmt Möller sich gerne. In seiner 100 Quadratmeter großen Werkstatt findet er nach einem langen Arbeitstag als Personaldienstleister bei einer Zeitarbeitsfirma Ruhe und Entspannung. „Wenn ich mich auf die Herstellung meiner Skulpturen konzentriere, kann ich perfekt abschalten.“ 

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt für Möller eine Rolle

Der Spaßfaktor steht für ihn im Vordergrund. Doch auch das Thema Nachhaltigkeit spielt für ihn eine Rolle.

Möller ist bestens ausgerüstet. In seiner heiligen Halle stehen und liegen Bohrmaschinen, ein Plasmaschneidgerät, Metallsägen, Schweißgeräte, eine Walze, eine Flex, Hämmer, Schleifgeräte und vieles mehr. Der Künstler bevorzugt alte Maschinen. „Bei alten Geräten kann ich immer noch ein bisschen was reparieren.“

Eine Biene thront auf einem Gartenstein.

Seine aktuellen Lieblingsstücke sind Stühle aus Badewannen. Möller zertrennt die Wannen, schleift die Kanten, entfernt Schmutz und Silikon und lackiert die Wannen. Dann fehlt nur noch ein bequemes Sitzkissen für einen gemütlichen Platz mit bestem Blick auf viele liebevoll gestaltete Kunstwerke vor der eigenen Werkstatt – und auf das wachsame Gruselbkabinett im eigenen Garten.

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