Private Investoren sind ebenfalls am Kauf interessiert

HKZ stimmt nur über Klinikum-Angebot ab

Rotenburg. Wenn die Gesellschafter der Pergola in der kommenden Woche entscheiden, an wen sie das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg (HKZ) verkaufen, wird ihnen nur ein Vertrag zur Abstimmung vorliegen. Dabei gibt es inzwischen noch ein weiteres Angebot.

Der Aufsichtsratschef der HKZ-Muttergesellschaft Pergola, Peter Klufmöller, bestätigt Informationen unserer Zeitung, dass drei private Investoren ein weiteres Angebot zur Übernahme der Spezialklinik abgegeben haben. Allerdings liege weder ein medizinisches Konzept noch eine Bestätigung durch Banken vor.

Außerdem haben die Investoren laut Klufmöller keinen Nachweis vorgelegt, dass das Klinikum Bad Hersfeld ihr Angebot billigt. Das Klinikum, das selbst das HKZ übernehmen will, hat als Gesellschafter der Rotenburger Klinik bei einem Verkauf ein Vetorecht.

Der Kreistag stimmt am Donnerstag über das Angebot des Klinikums ab, das laut Landrat Dr. Michael Koch einen Umfang von 100 Millionen Euro hat. Die Zustimmung gilt als sicher, im Ausschuss hat sich nur die FDP enthalten (wir berichteten).

Eine Woche später müssen die 834 Kommanditisten der Pergola entscheiden, ob sie ihre Anteile am HKZ verkaufen. Laut Klufmöller ist das notariell beurkundete Angebot des Klinikums das einzige, das dann vorgelegt wird.

Aus dem regulären Bieterverfahren zum Kauf des HKZ ist dem Vernehmen nach die Rhön-Klinikum AG der letzte verbliebene Kaufinteressent. Er wird aber auf ein verbindliches Angebot verzichten. Offenbar tendieren die Kommanditisten dazu, die Klinikum-Offerte anzunehmen, die parallel zum Bieterverfahren vorgelegt wurde. Zudem könnte die Übernahme des HKZ durch den Klinikkonzern mutmaßlich am Veto des Klinikums scheitern. Das Rhön-Klinikum hat bislang aber offiziell noch nicht einmal sein Interesse am HKZ bestätigt.

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