GW1409f hat bislang 26 Nutztiere gerissen

DNA belegt: Stölzinger Wölfin hat weitere vier Schafe bei Seifertshausen getötet

Vier Schafe von Nebenerwerbsschäfer Christian Möller aus Erkshausen sind bei Seifertshausen gerissen worden. Ein DNA-Test belegt: Es war die Stölzinger Wölfin.
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Vier Schafe von Nebenerwerbsschäfer Christian Möller aus Erkshausen sind bei Seifertshausen gerissen worden. Ein DNA-Test belegt: Es war die Stölzinger Wölfin.

Vier Schafe sind am 28. Juli im Haselgrund unweit des Rotenburger Ortsteils Seifertshausen gerissen worden. Die DNA-Auswertung belegt: Es war die Stölzinger Wölfin.

aktualisiert 18. August, 15.58 Uhr.

Rotenburg - Der vom Land Hessen eingesetzte ehrenamtliche Rissgutachter Gerhard Becker aus Melsungen war vor Ort und nahm DNA-Proben. Sie bestätigen: Hier war ein Wolf aktiv. Das hat das HLNUG am 13. August bekannt gegeben. Der Haselgrund gehört zum Territorium der Stölzinger Wölfin, die die Kennung GW1409f hat. Am 18. August gibt das HLNUG bekannt: Die weitere Auswertung des Genmaterials hat ergeben, dass die Wölfin auch für dieses Rissereignis verantwortlich ist. Damit hat sie mittlerweile 26 Schafe, Ziegen und Kälber getötet. DNA von anderen Wölfen wurde demnach nicht festgestellt. Es war der erste nachgewiesene Nutztierübergriff des Raubtieres seit fast drei Monaten – in der Zwischenzeit hat es sich also von Wildtieren ernährt.

Die Tiere bei Seifertshausen gehören Nebenerwerbslandwirt Christian Möller aus Erkshausen. Er hatte bis zu dem Vorfall 37 Schafe und hält außerdem Ziegen, Kühe Geflügel und einen Esel. Die Schafe waren mit 90 Zentimeter hohen Elektronetzen eingezäunt. Das empfehlen die hessischen Behörden als Grundschutz vor Wölfen.

Die vier Schafe wurden allesamt außerhalb der Weide gefunden, eines davon mehrere hundert Meter entfernt. Der Zaun war von innen nach außen umgedrückt. Möller vermutet, dass die Schafe in Panik vor dem Wolf ausgebrochen sind. Gefunden hat sie Jagdpächter Hermann Holtmann, in dessen Revier in rund 300 Meter Luftlinie Entfernung erst zwei Tage zuvor ein gerissenes Rotwild-Kalb entdeckt worden war. Auch dort wurde die Stölzinger Wölfin genetisch nachgewiesen.

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