Anzeichen für Territorium verdichten sich

DNA-Analyse bestätigt: Wölfin verantwortlich für sechs Risse im Stölzinger Gebirge

Eine Wölfin hat sich offenbar im Stölzinger Gebirge niedergelassen. Dies ist ein Symbolbild.
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Eine Wölfin hat sich offenbar im Stölzinger Gebirge niedergelassen. Dies ist ein Symbolbild.

Die Anzeichen für die baldige offizielle Ausweisung des Stölzinger Gebirges als Wolfsterritorium verdichten sich. 

Nun ist es bestätigt: Die bereits im August und Anfang Oktober genetisch nachgewiesene Wölfin "GW1409f" ist auch für die drei Risse innerhalb von fünf Tagen zwischen dem 29. Oktober und dem 2. November verantwortlich. 

Das geht aus der Tabelle "Hessische Wolfsnachweise" des HLNUG (Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie) hervor. 

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Noch vor einer Woche hatte die HLNUG-Wolfsexpertin Susanne Jokisch gesagt, hinter einem möglichen Territorium im Stölzinger Gebirge stehe noch ein großes Fragezeichen

Von einem Territorium spricht man laut den Vorgaben des Bundesamts für Naturschutz, wenn ein und dasselbe Tier über einen Zeitraum von sechs Monaten nachgewiesen wurde. Am Freitag war Jokisch für eine Einschätzung zunächst nicht zu erreichen. 

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Insgesamt dreimal hat die Wölfin GW1409f bei den Vorfällen Schafe angegriffen, die von einem 90 Zentimeter hohen, rundum stromführenden Zaun geschützt waren – der vom Land Hessen empfohlene Mindestschutz. 

Die Risse von GW1409f Überblick

Der Schafhalterverband Hessen fordert den Abschuss der Stölzinger Wölfin. Der äußerst aggressive Wolf hat bereits mehrere Nutztiere trotz Schutzzäunen gerissen. 

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