39 Auszubildende haben die Laufbahnprüfung im Studienzentrum Rotenburg abgeschlossen

Der Stress ist zu Ende

Drei Anwärterinnnen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg bestanden die Prüfung für den mittleren Justizdienst im Studienzentrum Rotenburg: Julia Hoffelner (ab Zweite von links) aus Bad Hersfeld, Andrea Wichmann aus Ludwigsau und Liane Pankraz aus Bad Hersfeld – hier eingerahmt vom Präsidenten des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main, Dr. Roman Poseck (links), und dem Leiter der Rotenburger Ausbildungsstätte, Horst Licht (rechts). Die Justizfachwirtinnen werden nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung beim Amtsgericht in Frankfurt am Main tätig sein. Fotos: Vöckel

Rotenburg. 39 Anwärter haben das Ausbildungsziel erreicht. Sie legten mit Erfolg die Laufbahnprüfung für den mittleren Justizdienst im Studienzentrum in Rotenburg ab. Als Justizsekretäre des mittleren Beamtendienstes werden sie nun die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Hessen personell verstärken.

Mit der bestandenen Prüfung erwarben die Absolventen zugleich die Berufsbezeichnung Justizfachwirt. Die Urkunden und Zeugnisse für die Qualifikation erhielten die Steuersekretäre in der Prüfungsfeier im Festsaal des Schlosses in Rotenburg. Präsident Dr. Roman Poseck vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main übergab die Dokumente.

„Letzte Klausur - nie wieder pauken!“ Horst Licht, der Leiter der Ausbildungsstätte für den mittleren Justizdienst im Studienzentrum Rotenburg, zitierte seine Tochter, die gerade ihre letzte Klausur in ihrem Studium geschrieben hatte. Er könne sich vorstellen, dass die Rotenburger Absolventen ähnliche Mitteilungen verschickten und auch ähnliche Gedanken hatten. Doch dieses erlösende Gefühl werde nicht von Dauer sein. Die Absolventen würden schnell erkennen, dass im Beruf neue Herausforderungen auf sie zukommen, und dass Fort- und Weiterbildung auch künftig ein Thema sein werde. Licht ersetzte das Pauken mit dem Begriff „Neues Lernen“, um sich auf neue Situationen durch Veränderungen im Berufsleben einzustellen. Neue Gesetze würden gezwungenermaßen bei den Gerichten für Veränderungen der Arbeitsabläufe sorgen. Deshalb werde man sich zum Auffrischen des Wissens in Rotenburg ganz bestimmt wiedersehen. Präsident Dr. Roman Poseck würdigte in der Festansprache die Leistungsbereitschaft und das Durchhaltevermögen der Absolventen in der anspruchsvollen Ausbildung. Für die Absolventen beginne nun der Einstieg oder Wiedereinstieg in das Berufsleben. „Das ist nicht gerade eine einfache Zeit“, sagte der Präsident. Noch sei nicht abzusehen, was auf die neuen Mitarbeiter demnächst zukomme.

Eine Herausforderung werde aber auf jeden Fall die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs und der elektronischen Akte sein. Mit diesen Vorhaben sollen die Arbeitsabläufe in der hessischen Justiz automatisiert und schneller werden. Die Umsetzung werde bis 2022 angestrebt und sei eine riesige Herausforderung für die Mitarbeiter.

Darauf müssten sich die Berufseinsteiger bei einer angespannten Personalsituation einstellen. Den Absolventen gratulierte ferner der stellvertretende Direktor des Studienzentrums Rotenburg, Eberhard Laux, zur bestandenen Prüfung. Musikalisch umrahmten Tessa Brüne und Liane Pankraz die Prüfungsfeier mit Melodien, gespielt am Flügel.

Von Herbert Vöckel

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