Nachtmann geht nach Bad Liebenstein

HKZ Rotenburg  sucht neuen Chefarzt für die Neurologie

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Verlässt das HKZ: Chefarzt der Neurologie, Dr. Andreas Nachtmann. Das Foto entstand bei der Eröffnung der Akut-Neurologie vor fünf Jahren.

Rotenburg. Der Chefarzt der Neurologie am Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ), Dr. Andreas Nachtmann, wird neuer Chefarzt in der Fachklinik Bad Liebenstein, die zur m&i-Klinikgruppe Enzensberg gehört.

Dort wird er Nachfolger von Prof. Gustav Pfeiffer, dem Chefarzt „Weiterführende Neurorehabilitation“, der in den Ruhestand geht. Sein Wechsel nach Bad Liebenstein habe mit dem bevorstehenden Verkauf des HKZ nichts zu tun, erklärt Nachtmann auf Nachfrage und betont: „Ich gehe nicht hier weg, ich gehe woanders hin.“ Sein letzter Arbeitstag im HKZ ist der 31. Januar 2016.

Der 47-Jährige hat die neurologische Reha vor zwölf Jahren am HKZ aufgebaut, vor fünf Jahren folgte die Akut-Neurologie. Seit 2011 werden im HKZ Patienten mit Schlaganfall rund um die Uhr in der zertifizierten Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit) behandelt. In diesem Jahr hatte man bereits 31 Lyse-Patienten (Auflösung eines Blutgerinnsels mit Medikamenten).

Die Neurologie sei insgesamt gut ausgelastet, erklärt der Chefarzt. In den vergangenen zwölf Jahren seien insgesamt 10 000 neurologische Patienten (Reha und Akut) im HKZ behandelt worden. Die Zahl der Akut-Patienten ist laut Nachtmann im laufenden Jahr um zehn Prozent höher als 2014. Sein Nachfolger finde eine gut aufgestellte Abteilung vor, alle ärztlichen Stellen seien besetzt. Der Zeitpunkt für seinen Wechsel passe, auch was sein Alter von 47 Jahren angehe. Die Position in Bad Liebenstein sei genau der Bereich, den er sich vorstelle, erklärte der Neurologe gegenüber unserer Zeitung. Derzeit ist Nachtmann vor allem in der Akut-Neurologie tätig.

Er habe sich die Entscheidung aber nicht leicht gemacht, zumal er einige Patienten zurücklassen müsse, die er in der Praxis ambulant behandelt habe. Nachtmann wohnt mit seiner Familie in Bad Hersfeld und möchte daran auch nichts ändern.

Im Herz- und Kreislaufzentrum bedauert man den bevorstehenden Weggang des Neurologen. Andreas Nachtmann sei ein „exquisiter Mediziner“, sagte Geschäftsführer Ulrich Hornstein. Nun suche man einen entsprechenden Nachfolger.

Geplant ist laut Hornstein die Vergrößerung der Akut-Neurologie von jetzt 25 Betten auf 40 bis 50. Das würde potenzielle Bewerber auch eher überzeugen als die bisher relativ kleine Akut-Neurologie. Im Gegenzug sollen die derzeit 70 Reha-Betten reduziert werden.

Auch bei einem Verkauf des HKZ sei die Akut-Neurologie auf keinen Fall gefährdet, sagte Hornstein.

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