Werratal ist Knackpunkt

Südlink im Werra-Meißner-Kreis: 150 Einwender kamen zum Erörterungstermin

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Saal war gut gefüllt: 150 Einwender waren zum Erörterungstermin für die Suedlink-Trasse nach Rotenburg gekommen.

Bemüht sachlich startete am Dienstagvormittag in Rotenburg der erste Tag der nicht öffentlichen Erörterung der Stellungnahmen und Einwendungen zur Höchstspannungsleitung Südlink.

Dabei mussten die Planer der Vorhabensträger Tennet und TransnetBW ihre Untersuchungsergebnisse, Abwägungen und Entscheidungen, die zum Vorzugskorridor durch das Werratal und den Ringgau führten, erklären und bei detaillierten Fragen verteidigen. Sechs Experten saßen dazu auf dem Podium.

Rund 2000 Stellungnahmen waren für den Südlink-Abschnitt C zwischen Bad Gandersheim/Seesen in Niedersachsen und Gerstungen in Thüringen bei der Bundesnetzagentur (BNA) in Bonn eingegangen. Etwas mehr als 250 Einwender hatten sich für den Erörterungstermin angemeldet, gut 150 von ihnen erschienen dann gestern.

Zunächst hatte Geschäftsführer Uwe Roth vom Kreisbauernverband Werra-Meißner im Namen von mehr als 100 Landwirten sowohl die Wahl des Veranstaltungsortes und des Termins während der Vollerntezeit sowie auch die Vorgabe, sich über Internet anzumelden, beklagt.

Viel Zeit nahmen zunächst die Alternativvorschläge ein, die bereits bewertet und von den Planern zum Teil sogar für sinnvoll erachtet wurden, sowie die Diskussion über die Methodik des Vergleichs zwischen den verschiedenen Trassenkorridoren, die untersucht wurden.

Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann bedauerte, dass beim Besprechen der Konfliktpunkte nicht geografisch vorgegangen wurde. Dann hätte man die Häufung mehrerer Probleme an einem Ort besser betrachten können, die gegen eine Trasse durch den Landkreis sprechen.

Zuletzt sollten gestern noch die Annäherung der Erdkabelverlegung an Besiedlung sowie das große Thema Landwirtschaft abgehandelt werden. Stets wurde deutlich, dass sich das Werratal als besonders problematisch für das Südlink-Projekt darstellt.

Lesen Sie auch: Südlink soll durch den Werra-Meißner-Kreis verlaufen - Tennet gibt Vorzugstrasse bekannt

Darum geht es am zweiten Tag

Am Mittwoch, 14. August, soll es um die Umweltbelange für die Menschen und ihre Gesundheit, die biologische Vielfalt samt den Schutzgebieten, Boden und Fläche, Wasser, Luft und Klima, Landschaft sowie kulturelles Erbe gehen. 

Was nicht abschließend erörtert werden kann, soll am Donnerstag besprochen werden. Entschieden ist danach noch nichts: Die Bundesnetzagentur wird die Ergebnisse bewerten und dann einen Korridor festlegen, in dem die Trasse noch genauer bestimmt wird.

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