Elf Helfer im Einsatz

THW Rotenburg versorgt Krankenhaus im Flutgebiet in Ahrweiler mit Trinkwasser

Vorbereitung auf den Einsatz: Die Rotenburger THW-Helfer sind Spezialisten für Trinkwasseraufbereitung. Vorn links Einsatzleiter Michael Hubenthal und Zugführer Benjamin Günther (rechts), hinten Carsten Momberg, Marcus Walker, Lukas Bühner.
+
Vorbereitung auf den Einsatz: Die Rotenburger THW-Helfer sind Spezialisten für Trinkwasseraufbereitung. Vorn links Einsatzleiter Michael Hubenthal und Zugführer Benjamin Günther (rechts), hinten Carsten Momberg, Marcus Walker, Lukas Bühner.

Nach viereinhalb Stunden Fahrt waren die elf Männer des THW-Ortsverbandes Rotenburg im Flut-Katastrophengebiet angekommen.

Rotenburg/Ahrweiler – Sie sind direkt in Ahrweiler in Rheinland-Pfalz stationiert und sichern die Trinkwasserversorgung des dortigen Krankenhauses. Zugführer Benjamin Günther, der schon bei verschiedenen Auslandseinsätzen schlimme Zustände erlebt hat, nennt die Lage vor Ort gestern am Telefon ebenfalls katastrophal. Die gesamte Infrastruktur sei zusammengebrochen. Jetzt arbeiteten alle Versorger an der Wiederherstellung.

Der Rotenburger THW-Ortsverband war am Donnerstagnachmittag vom Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland voralarmiert worden, berichtet der Ortsbeauftragte Marcus Weber, der nicht am Einsatz teilnimmt, weil er an diesem Wochenende in den lange geplanten Familienurlaub startet.

Die Einsatzleitung weiß er bei dem erfahrenen Michael Hubenthal in besten Händen. Er koordiniert den Einsatz. Die Rotenburger sind Spezialisten für Trinkwasseraufbereitung. Ihre Ausrüstung ist in Containern verpackt, kann umstandslos vom Gabelstapler auf den Lastwagen ver- und wieder entladen werden. Benjamin Schmidt ist als Fachberater für Trinkwasserversorgung im Einsatzstab vorausgefahren. Die Rotenburger können 15 000 Liter Trinkwasser pro Stunde produzieren, bis zu 300 000 Liter pro Tag, erklärt Hubenthal.

Als der Einsatzbefehl am Donnerstag um 17.30 Uhr kommt, herrscht Hochbetrieb auf dem engen THW-Gelände im Heienbach. Die Helfer versorgen sich selbst, sie nehmen Zelte und Schlafsäcke sowie Getränke und Essen mit, um ihre Arbeit überall unabhängig von den Rahmenbedingungen leisten zu können, erzählt Zugführer Benjamin Günther. Er war bereits als Helfer unter anderem in Haithi und Slowenien im Einsatz.

Um 21 Uhr wird sich der Rotenburger Tross in Bewegung setzen. Das konkrete Ziel ist während des Packens noch unklar und wird erst in der Nacht zugeteilt. Die Männer wirken entspannt. Mit welchem Gefühl geht es auf die Reise? „Mit dem guten Gefühl und Wissen, dass man helfen kann“, sagt Benjamin Günther. Und Michael Hubenthal ergänzt: „Jetzt zahlt sich unsere ganze Ausbildung aus.“ (Silke Schäfer-Marg)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.