6000 Zuschauer in Göbel Hotels Arena

Weltklasse in Rotenburg: Tiere, Tänzer und Turner begeistern bei Sport & Show 

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Galant und waghalsig: Die Green Spirits warfen insbesondere ihre jüngeren Akrobatinnen immer wieder waghalsig in die Luft. Der blaue Stoff, der hier auf dem Boden liegt, wurde immer wieder verwendet, um dahinter die Flugeinlagen vorzubereiten, während davor mit galanten Bewegungen abgelenkt wurde.

Atemberaubende Salti, virtuose Musiker und eine ebenso beeindruckende wie witzige Dressur-Nummer: Sport & Show hatte mal wieder jede Menge zu bieten.

Der Star des Abends, dieser eine Auftritt, der allen anderen die Show stiehlt: Er war nicht auszumachen. Nicht selten stockte den Zuschauern der Atem, dutzende Male gab es tosenden Applaus und auch zu Lachen gab es jede Menge bei der 45. Auflage von Sport & Show, das zum dritten Mal in der Rotenburger Göbel Hotels Arena stattfand.

Britische Hunde und indische Enten

Jede Menge Lacher und Szenenapplaus erntete Tiertrainerin Anne Krüger für ihren Auftritt mit britischen Hütehunden und indischen Laufenten. Mit verschiedenen Pfeiftönen für jeden einzelnen der Vierbeiner dirigierte die Vize-Europameisterin der Leistungshunde diese übers Parkett – die wiederum dirigierten die geflügelten Zweibeiner, die zum Beispiel in Reih und Glied über eine Brücke liefen. Zum krönenden Abschluss stiegen die Enten fast wie verabredet in ein Auto ein, das sie von der Bühne brachte – klar, eine Ente.

Ebenso witzig wie beeindruckend war der Auftritt der indischen Laufenten und ihrer tierischen Dirigenten, den britischen Hütehunden. Der krönende Abschluss: Die Enten steigen in eine Ente ein und fahren unter tosendem Applaus von der Bühne.

In luftigen Höhen über den Hallenboden

Hoch hinaus ging es bei mehreren Artistiknummern. Den Anfang machte Laura Stullich, die am Vertikaltuch waghalsig anmutende Sturzflüge unternahm. 

Die Frauen und Mädchen der Showakrobatikgruppe Green Spirits wirbelten ebenso durch die Luft wie die Publikumslieblinge aus Dänemark: das Tumbling-Team aus Outrup, das schon auf der Großen Mauer in China und in Las Vegas aufgetreten ist. 

Ein Hauch von Olympia wehte beim Auftritt der dänischen Turner des Tumbling-Teams aus Outrup durch die Halle.

Das „Juliana Bicycle Team Holland“ zeigte Kunststücke auf Zwei- und Einrädern, die bis zu fünf Meter hoch waren.

Das Juliana Bicycle Team Holland zeigte Fahrradakrobatik auf einem hohen, geradezu schwindelerregenden Level. Derart hohe Einräder werden nicht von Firmen hergestellt. Sie sind Eigenproduktionen des Ensembles.

Lokalmatadoren mit Rhythmus im Blut

Sicher noch nicht zur Weltspitze gehören die heimischen Vertreter bei Sport & Show, doch auch sie boten beste Unterhaltung. BIMotion aus Obersuhl zeigten, dass man mit Drumsticks nicht nur laut auf die Pauke hauen, sondern auch wahre Melodien zaubern kann. 

Die Obersuhler BIMotion beendeten ihren Auftritt mit brennenden Drumsticks.

Das Musikcorps Ufhausen wartete mit flotten Klassikern wie Dschingis Khans „Moskau“ und „Der rosarote Panther“ auf. 

Das Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Ufhausen stand erst alleine im Rampenlicht und spielte dann zum großen Finale auf.

Die Gruppe des Tanzstudios Spotlight zeigte die Höhepunkte ihrer großen Aufführung vom November. „Rope Skipping“ aus Melsungen führten Kunststücke mit dem Sprungseil in atemberaubender Geschwindigkeit auf. Als das Scheinwerferlicht ausging, flogen die mit LED-Lichtern versetzten Seile in einem Farbenwirbel übers Parkett. Während des Seilspringens mal kurz in den Spagat gehen oder ein Rückwärtssalto schlagen? Für die Melsunger kein Problem.

Klapps auf den Po und Comedian am Xylophon

Die sieben jungen Männer der Gruppe „Die Herkules“ verbanden Artistik mit Komik. Während sie eine menschliche Pyramide bauten, gab es zum Beispiel eben mal einen Klapps auf den Po des Kollegen, der sich gerade nicht wehren konnte. 

Die Turnakrobaten der Gruppe "Die Herkules"

Die Scherze des Xylophonisten Dirk Scheffel („Ich hab mich im Mikrofonständer verheddert“) sorgten vor allem bei den Kindern im Publikum für lautes Lachen. Der „schnellste Xylophon-Spieler der Welt“ verband sich für kurze Zeit die Augen und riss bei den immer schneller werdenden Melodien des Cancan das gesamte Publikum mit.

Dirk Scheffel ist Komiker und Xylophonist in einem.

Es darf auch mal was schiefgehen

Den Jongleuren von „Jonglissimo“, die schon viermal Weltmeister wurden, fielen bei ihrer rasanten Show am Freitag zweimal die Kegel auf den Boden – bei der letzten Nummer saß dann aber jeder Wurf. Die Tiertrainerin brach ein Kunststück ab, bei dem Hunde und Enten dann doch mal nicht machten, was sie sollten. Und die Melsunger Seilspringer traten zu einem Lied auf, zu dem einige Minuten zuvor auch schon die Spotlight-Gruppe getanzt hatte. Allesamt nur kleine Schönheitsfehler.

Sport & Show 2019 in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg

Sport & Show 2019  © Friedhelm Eyert
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Ohne die Freiwilligen nicht vorstellbar

Einen großen Applaus gab es für das Auf- und Abbauteam der Volleyballer der TG Rotenburg, die, wie auf deren Wunsch ausdrücklich betont, von zwei Handballern unterstützt wurden. DRK-Helferin Jana Meyerhoff bekam gar vom gesamten Publikum ein Ständchen zu ihrem 29. Geburtstag. Die Feier musste sie auf Sonntag verschieben.

Moderatoren-Duo mit Licht und Schatten

Das Moderatoren-Paar Michael Maiwald (Kerspenhausen) und Pamela Maiwald-Jacob (Bebra) überzeugte nur teilweise. Wegen einer Mandelentzündung konnte die 37-Jährige ihren Mann bei den gelungenen Gesangseinlagen nicht unterstützen. Er gab den gut vorbereiteten, witzigen Moderator, sie die etwas fahrige („Ich muss noch mal kurz auf den Zettel gucken“) Ehefrau. Eine etwas abgeschmackte Rollenverteilung. Mancher Witz gelang hervorragend: Etwa als bei Maiwalds Abmoderation „Er ist der wohl einzige Xylophonist, bei dem man Angst haben muss, dass er seine Umkleidekabine zerlegt“ ein verrückter Schrei aus dem Vorraum in die Halle drang. Zweifellos: Das Duo hat Potenzial. Gut eingespielt war es schon mal.

Das Moderatoren-Duo Michael Maiwald (Kerspenhausen) und Pamela Maiwald-Jacob (Bebra).

Sport & Show in Zahlen

6 junge Russinnen zeigten, was im Handstand so alles möglich ist: Die Gusel Group läuft auf Händen wie andere auf Füßen.

Die Gusel Group aus Russland.

10 Jahre lang wollten Hans Hantke und seine Mitstreiter die Veranstaltung auf die Bühne bringen – so ihr Plan, als die damalige „Sportpresseschau“ 1975 in Hohenroda Premiere feierte. Nun sind es bereits 45 Jahre und ein Ende ist nicht in Sicht.

Organisator Hans Hantke

50 Cent. Das steht nicht nur für 0,5 Euro, sondern ist auch der Künstlername eines amerikanischen Rappers. Zu dessen Hip-Hop-Klassiker „Candyshop“ tanzte die Steep Dance Crew. Gut, dass wohl die wenigsten Zuschauer die schlüpfrigen Zeilen des Liedes verstanden, zu dem sich die erst elf- bis 15-jährigen Mädchen bewegten.

Die Steep Dance Crew.

463 Sekunden Applaus und rhythmisches Klatschen ernteten die Beteiligten bei ihrer Ehrenrunde. Viele gaben dabei noch einmal Kunststücke zum Besten. Auch deswegen dachten viele der Gäste zunächst nicht ans Gehen.

Die Zuschauer spendeten reichlich Applaus.

6000 Zuschauer kamen zur weit und breit größten Indoor-Veranstaltung. Sport & Show war, wie eigentlich immer, ausverkauft. Ab 1. März gibt es Karten fürs nächste Jahr.

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