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Tourismus-Gesichter sichtbar machen: Neue Ausstellung im Rotenburger Kreiskrankenhaus eröffnet

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Von: Julian Brückmann

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Schwarz-Weiß-Fotos im Kreiskrankenhaus: die neue Ausstellung präsentieren von links Nancy Konradt alias Frau Nancy, Holger Reichenauer, Stefan Bochenek und Fabienne Eidam.
Schwarz-Weiß-Fotos im Kreiskrankenhaus: die neue Ausstellung präsentieren von links Nancy Konradt alias Frau Nancy, Holger Reichenauer, Stefan Bochenek und Fabienne Eidam. © Julian Brückmann

Die Ausstellung „Gesichter des Tourismus: Einmalig – Empathisch – Echt“ ist ab sofort im Kreiskrankenhaus in Rotenburg auf mehreren Etagen zu begutachten.

Rotenburg – Nancy Konradt alias Frau Nancy, Geschäftsführerin der Erlebnisregion Mittleres Fuldatal, rief die Wertschätzungskampagne ins Leben, um Menschen aus Branchen, die von Corona besonders gebeutelt wurden, ein Gesicht zu geben.

Dafür holte sie sich Berufsfotograf Stefan Bochenek aus Rotenburg ins Boot. Er gehört zur Erlebnisregion und war selbst stark von den Corona-Beschränkungen betroffen.

Es erwischte alle überraschend. Insbesondere Gastronomen, Landwirte, Handwerker und Ladenbesitzer hatten neben Umsatzeinbußen auch mit den sich ständig ändernden Auflagen zu kämpfen. Trotz der Widrigkeiten war Frau Nancy von der Haltung dieser Menschen begeistert. „Sie haben den Kopf nicht in den Sand gesteckt und waren stets auf eine Lösungsfindung bedacht“, berichtet sie.

Die Folgen für die Tourismusbranche sind gravierend und bringen notwendige Veränderungen mit sich. Doch diese können auch positive Entwicklungen für die Zukunft bedeuten, denn es geht darum, die Wertschätzung der von Corona gebeutelten Branchen in der Region zu stärken, sagen die Initiatoren. Genau an dieser Stelle setzt die Kampagne an.

Die Ausstellung zeigt 23 Schwarz-Weiß-Porträts von Tourismusmacherinnen und Tourismusmachern in ihrem Arbeitsumfeld, die von persönlichen Zitaten der Porträtierten verstärkt werden.

Holger Reichenauer, Restaurantleiter des Posthotels in Rotenburg und Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbandes-Waldhessen, ist eines dieser Gesichter. Er sagt: „Den Menschen soll Mut und Zuversicht geschenkt werden.“ In einem Krankenhaus könne man sie so auch – mit Fotos von den Menschen, die sie kennen – positiv ablenken.

Fabienne Eidam, Assistentin der medizinischen Geschäftsführung, findet die Kampagne super und setzte sich dafür ein, dass die Ausstellung im Kreiskrankenhaus stattfindet. Kunst sei ohnehin wichtig in einer medizinischen Einrichtung. Das Kreiskrankenhaus stellt seine Räume regelmäßig für Ausstellungen zur Verfügung. Künftig wäre für Fabienne Eidam auch eine vergleichbare Kampagne mit den Krankenhausmitarbeitern denkbar, betont die 27-Jährige.

Die Ausstellung wurde erstmals im vergangenen Jahr ab Juni im Kloster Haydau in Morschen gezeigt. Durch Pressearbeit und Mundpropaganda gab es laut Frau Nancy viel öffentliches Interesse. Die Ausstellung soll nach sechs Monaten im Kreiskrankenhaus noch weiter wandern. Neben Morschen und Rotenburg gehören Alheim, Bebra und Ronshausen zur Erlebnisregion. Auch überregionale Ausstellungsorte sind denkbar.

Die Besuchszeiten des Krankenhauses sind täglich von 15 bis 18 Uhr.

(Von Julian Brückmann)

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