Verein will Spenden sammeln und Werbung machen

Herzkranke Kinder: TSV Blankenheim arbeitet mit Meise-Stiftung zusammen

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Gemeinsam stark für herzkranke Kinder: Der TSV Blankenheim unterstützt künftig die Rotenburger Meise-Stiftung. 

Rotenburg/Blankenheim. Die Rotenburger Meise-Stiftung und der TSV Blankenheim wollen eng zusammenarbeiten und starten damit ein Pilotprojekt.  

Fast 250 Kindern hat die Rotenburger Meise-Stiftung für herzkranke Kinder in den Jahren seit 1993 geholfen, hat Operationen finanziert, Geld beschafft, die richtigen Ärzte und Krankenhäuser vermittelt. Als erster Verein ist der TSV Blankenheim nun eine Kooperation mit der Stiftung eingegangen. Die Fußballer und die Gymnastikabteilung wollen künftig Spenden sammeln und für die Stiftung werben.

Die Stiftung wurde 1993 von Heinz Meise, Gründer und früherer Geschäftsführer des Herz- und Kreislaufzentrums (HKZ), und seiner Ehefrau Gudrun gegründet. Es sei das tägliche Erleben schwerer Herzkrankheiten gewesen, das die beiden zur Gründung der Stiftung bewog, heißt es in einer Broschüre der Stiftung. Von Beginn an leitete Meises Sohn Jürgen Meise die Stiftung geschäftsführend.

Die Anfragen

Jedes Jahr gingen mehrere Hundert Anfragen bei der Stiftung ein, berichtet Jürgen Meise, zumeist aus dem Ausland, da deutsche Kinder in aller Regel krankenversichert seien. Am Anfang stünden Eltern, Verwandte oder Freunde, die an die Stiftung die Bitte richteten: „Könnt ihr helfen? Dann setzt sich die Maschinerie in Gang“, so Jürgen Meise. Unterlagen müssen aus dem Ausland besorgt und gegebenenfalls übersetzt, der Fall geprüft werden. Eine geeignete Klinik in Deutschland muss gefunden und kontaktiert werden, genauso wie weitere Stiftungen, die ihren Beitrag zur Finanzierung leisten.

Die Kosten

Zwischen 20 000 und 100 000 Euro, erklärt Meise, koste je nach Erkrankung eine Operation mit Nachbehandlung. Zumeist handele es sich um Kinder mit einer angeborenen Herzschwäche. Nicht allen Kindern, die Hilfe benötigen, kann die Stiftung auch helfen. „Ich könnte locker eine Million Euro ausgeben“, erklärt Meise. Im Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum finden grundsätzlich keine Operationen statt, da dieses auf Erwachsene spezialisiert ist.

Der Blankenheimer Karlheinz Mönch ist Mitglied beim TSV Blankenheim und mit Jürgen Meise befreundet. In ihm reifte die Idee einer Kooperation von Verein und Stiftung mit dem Ziel, Geld zu sammeln und die Stiftung bekannter zu machen. Dieses Engagement passt in Mönchs Augen und auch in den Augen der Vereinskollegen zum Verein, der sich auch um Integration von Ausländern bemüht und mit seinen zwei Männermannschaften bei nur 400 Einwohnern und einer großen Gymnastikabteilung für Gemeinschaft und Zusammenhalt steht.

Die Werbung

Bei Heimspielen soll künftig die Spendendose herumgehen. Zuschauern soll möglicherweise die Gelegenheit gegeben werden, zugunsten der Stiftung auf das Flaschenpfand zu verzichten. Bei Auswärtsspielen werden die Fußballer mit neuen Aufwärmtrikots für die Stiftung werben, und die Gymnastikabteilung will bei Auftritten ein Banner aufspannen.

Auch die Städte Bebra und Rotenburg sowie Ortsvorsteher Werner Benz unterstützen die Kooperation. Jeder gespendete Euro sei eine große Hilfe, sagt Jürgen Meise. Er und Karlheinz Mönch wollen in der Kooperation einen Modellversuch sehen, den möglicherweise andere Vereine in der Region nachahmen.

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