Nachfolger von Birgit Köberich

Eckhardt Bick ist neuer Leiter der Albert-Schweitzer-Schule Rotenburg

Der Namensgeber der Bildungsstätte ist für den neuen Chef eine Inspiration.

Eckhardt Bick ist der neue Schulleiter der Rotenburger Grundschule Albert-Schweitzer-Schule (ASS).

Gut ist: Die Albert-Schweitzer-Schule in Rotenburg hat einen traditionellen Geist. Schlecht ist: Die Albert-Schweitzer-Schule hat eine traditionelle Gebäudestruktur. Eckhardt Bick hat sich vom Geist der Schule und deren Namensgeber überzeugen lassen, der Blick aufs Gebäude hatte ihn zu Beginn eher abgeschreckt. Seit April ist er offiziell neuer Leiter der Grundschule.

Seit 2016 gehört der gebürtige Homberger und in Frielendorf aufgewachsene Bick bereits zum Kollegium, war zuletzt Stellvertreter von Leiterin Birgit Köberich, die im vergangenen Herbst ins Staatliche Schulamt gewechselt ist. Den Geist der Schule erklärt er so: „Das Kind steht im Vordergrund.“ Ein freundlicher und respektvoller Umgang miteinander soll gepflegt werden. „Ich möchte, dass die Kinder mit einem Lachen lernen und sich ernst genommen fühlen“, sagt Bick.

Albert Schweitzer, dem Philosophen, Theologen, Pazifisten und Mediziner, soll künftig ein jährlicher Aktionstag gewidmet werden. „Er steht für bestimmte Werte, und die sollen die Kinder kennenlernen“, sagt Eckhardt Bick.

Der 43-Jährige hat nicht den direkten Weg zum Lehrerberuf genommen. Zwar studierte er nach dem Abitur in Kassel für das Grundschullehramt Mathematik und Sachkunde, begeisterte sich aber schon vor dem ersten Staatsexamen 2001 für die damals neuen Medien und gründete schließlich – nach dem Examen („Ich bin ein Sicherheitsmensch.“) – mit zwei Kommilitonen eine Werbe- und Medienagentur.

Die Firma wuchs, zeitweise waren zwischen acht und zehn Personen dort beschäftigt. Bick durfte auch ausbilden. „Das hat alles sehr viel Spaß gemacht. Eigentlich sollen alle Lehrer mal in der freien Wirtschaft gearbeitet und ihre Erfahrungen damit gemacht haben“, sagt der Schulleiter. Richtig weg vom Lehrerberuf sei er aber nie gewesen. Seine Brüder und Schwägerinnen arbeiteten in diesem Beruf.

Nach 13 Jahren suchte Bick eine neue Herausforderung und bewarb sich um ein Referendariat. „Das war die richtige Entscheidung“, sagt er heute. Doch mit dem Abschluss dieses praktischen Teils der Lehrerausbildung kam zunächst kurz die Arbeitslosigkeit – es gab keine Stelle. Bick nutze diese Phase, um sich auf Funktionsstellen vorzubereiten – Führungspositionen an Schulen waren kurzzeitig einfacher zu bekommen.

Bick bewarb sich 2016 auf die Konrektorenstelle in Rotenburg, nachdem er mit seiner Frau gesprochen hatte. Sie, ebenfalls Grundschullehrerin, hatte ihr Referendariat in Rotenburg geleistet und meinte, dass Bick gut dort ins Team passen könnte. Zunächst arbeitete er als Lehrer an der Schule, mit dem Wechsel von Konrektor Joachim Jacek in den Ruhestand wurde er dessen Nachfolger.

An der Schule fühlt sich Eckhardt Bick augenscheinlich wohl, auch wenn er mit der ganzen Schulgemeinde ein stressiges zweites Halbjahr hinter sich hat, das von der Corona-Pandemie geprägt wurde. „Wir haben einfach ein tolles Kollegium“, sagt er. „Es ist jung und frisch und will den nächsten Schritt gehen – besonders im Bereich der Digitalisierung.“ Deren Bedeutung für die Zukunft sei durch Corona noch einmal unterstrichen worden. Auch das Thema Nachhaltigkeit bewege das Team.

Themen, mit denen sich wohl auch Albert Schweitzer engagiert und kritisch auseinandersetzen würde.

Rubriklistenbild: © Silke Schäfer-Marg

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