Vermutlich als Brennmaterial genutzt

Unbekannte zerstören Insektenhotel am Storchensee bei Rotenburg

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Mutwillig zerstört: Ein Insektenhotel der Rotenburger Jägervereinigung haben Unbekannte beschädigt. Darüber ärgern sich auch Hans-Jürgen Rüger (links) und Gerhard Albrecht.

Rotenburg. In Minuten war zerstört, was viele fleißige Hände in mühsamer Arbeit gebaut hatten: Unbekannte haben Holz und andere Materialien aus einem Insektenhotel gerissen.

Das Hotel steht am Storchensee bei Rotenburg. Der Hegering Rotenburg der Jägervereinigung hatte das Projekt initiiert. Schüler der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule halfen bei der Gestaltung.

Jagd und Naturschutz schließen einander nicht aus, sondern ergänzen sich vielmehr. Das ist die Ansicht von Jäger Hans-Jürgen Rüger aus Lüdersdorf. Ihm und anderen Jägern ist wichtig, dass die Öffentlichkeit das Engagement der Jäger für den Naturschutz wahrnimmt. So entstand vor einigen Jahren die Idee, an exponierter Stelle am Storchensee bei Rotenburg ein großes Insektenhotel zu errichten.

Rüger zimmerte den hölzernen Rohbau des Insektenhotels aus Holz, das Michael Herzog zur Verfügung gestellt hatte. Die Firma Heupel fertigte ein Dach.

Am vielfältigen Innenleben des Insektenhotels waren Gerhard Haak und Mirko Kirchner beteiligt, außerdem Michael Herzog und Jäger und Biologielehrer Ralf Frank, der Schüler der Jakob-Grimm-Schule einbezog. Ein Betonfundament sorgte für sicheren Halt.

Ausgestattet mit Ziegelsteinen, mit Schilf und Stroh, mit Lehm und Eichenholz voller Bohrlöcher lockte das Bauwerk bald zahlreiche Insekten an.

Viele Wildbienen nutzen die Vertiefungen im Holz als Niströhren. Angesichts des Insektensterbens sei es notwendig, auf die Bedeutung der Insekten als Bestäuber hinzuweisen, betont Rüger. „Ohne die Insekten würde kein Mais wachsen, kein Raps und keine Kirschen“, sagt er. Außerdem dienten sie vielen Vögeln als Nahrung.

Für Feuer genutzt

Das Insektenhotel fanden die Jäger kürzlich zerstört vor: Unbekannte hatten Holz, Lehm und Stroh herausgerissen, ganze Fächer leergeräumt. Rüger und Jägerkollege Gerhard Albrecht vermuten, dass Jugendliche am See ein Lagerfeuer entzündet hatten, Brennmaterial benötigten und sich deshalb am Insektenhotel bedienten. Eine Feuerstelle entdeckten sie in der Nähe.

Jäger sind verärgert

Die Jäger sind verärgert über das Verhalten der Unbekannten. „Ich würde sie gerne drauf hinweisen, was für einen Blödsinn sie gemacht haben“, sagt Rüger. Das Insektenhotel wollen die Jäger wieder in Ordnung bringen.

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